Polizei verwarnt Feuerwehrkameraden in Beelen!

Beelen (Be.) Die kleine Gemeinde Beelen im Münsterland hat auch eine eigene FREIWILLIGE Feuerwehr zu bieten, dessen Chefin die hauptamtliche Bürgermeisterin ist. Das Feuerwehrgerätehaus befindet sich – optimal gem. des Brandschutzbedarfsplans – im Ortskern, direkt am Rathaus.
Dank guter Ausstattung, sogar mit Glasfaseranschluss, fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger sicher. Zwar fehlen seit der Einweihung die erforderlichen Parkplätze für alarmierte Feuerwehrkameraden, Abhilfe wurde jedoch u.a. durch den Rathausparkplatz geschaffen. Den gemeindlichen Mitarbeitern ist bekannt, dass bei einer Alarmierung dort von den Feuerwehrkameraden geparkt wird.
Auch bei anderen Parkplätzen, die möglicherweise nicht immer ordnungskonform eingenommen werden, gilt der Grundsatz: Wichtig ist es Menschenleben zu retten, Feuer zu löschen, zu bergen und zu schützen.

Bei den Feuerwehrkameraden schlug das Wohlbefinden jedoch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag plötzlich um. Ist man gewohnt, bei einer Alarmierung, schnell mit dem eigenen PKW zum Feuerwehrgerätehaus zu fahren, sich umzuziehen, schnell die Fahrzeuge zu besetzen und auszurücken, könnte sich in der Zukunft einiges ändern.

Am 25.10.2018 rückte die Freiwillige Feuerwehr, dessen Alarmierung um 16.26 Uhr stattfand, zu einem nahegelegenen Großbrand an der Clarholzer Strasse aus. Auch Feuerwehren aus der Umgebung, sowie beide Drehleitern aus Warendorf, wurden zur Hilfe hinzugezogen.
Während der Löscharbeiten erschien auch Beelens erste Bürgerin am Brandort, um sich selber einen Überblick zu verschaffen.

Nach 18 Uhr muss es dann auf dem Rathausparkplatz zum Eklat gekommen sein. Die neue Bezirksbeamtin der Polizei wurde von mindestens einer/einem Rathausmitarbeiter/in auf den Plan gerufen, „Parksünder“ aus eigenen Feuerwehrreihen zu „verwarnen“. Diese hatten am Ende des Rathausparkplatzes vor den dort befindlichen Garagen ihre Fahrzeuge abgestellt und hierbei auch einen PKW einer/eines Mitarbeiters zugeparkt.
Hierfür wurde offensichtlich kein Verständnis aufgebracht und gehandelt.
Als die  Feuerwehrkameraden nachts wieder, nach einem langen und anstrengenden Einsatz ihre Privatfahrzeuge erreichten, fanden mehrere von ihnen ein Schreiben der Polizei vor, in welchem diese wegen „Falschparkens“ abgemahnt wurden.
Aus Insiderkreisen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass Beelens Bürgermeisterin viel erspart geblieben ist, da sie um diese Uhrzeit nicht mehr bei der Feuerwehr verweilte.

Sollte nun jemand denken, dass dies nur ein Spaß gewesen sein könnte, der wurde durch die telefonische Nachfrage am Freitag durch einen Feuerwehrkameraden bei einem gemeindlichen Mitarbeiter eines Besseren belehrt. „JA, wir haben die Polizei gebeten einzuschreiten, da zum Zeitpunkt der Alarmierung noch reguläre Parkplätze am Anfang des Rathausparkplatzes frei gewesen seien.“

Da gemeindliche MitarbeiterInnen beruflich IM AUFTRAG der Bürgermeisterin handeln, bleibt die Frage offen, wie diese Handlung von der Chefin der Freiwilligen Feuerwehr beurteilt wird.

Die Stimmung der Feuerwehrkameraden, ist „mal wieder“ auf einem Tiefpunkt angelangt.

Ob sich diese erst einen ordnungsgemäßen Parkplatz bei einer Alarmierung suchen sollen?
Wenn dieser dann gefunden ist, kann man – aus welcher Entfernung auch immer – das Feuerwehrgerätehaus erreichen, sich umziehen und dann am Einsatzort angekommen zuschauen, dass es nichts mehr zu retten, zu löschen, zu bergen oder zu schützen gibt.