Telgte: Sarah Laufer ist Preisträgerin

Sarah Laufer, Neuntklässlerin des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums in Telgte, ist stolze Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. Die 14-Jährige hatte sich Anfang des Jahres im Fachbereich Latein beworben und hat nun die tollen Neuigkeiten erhalten, dass sie Preisträgerin geworden ist.

Am 4. Juni fährt sie gemeinsam mit ihren Eltern sowie ihrer Lateinlehrerin Christiane Conze nach Köln, um den Preis entgegenzunehmen. Schulleiter Harald Voß ist ebenfalls total begeistert: „Das ist wie ein Traum. Wir haben uns alle sehr gefreut.“ Auch Christiane Conze war sehr euphorisch: „Das gab es vorher noch nie an unserer Schule.“

Beworben hat sich Schülerin, die in ihrer Freizeit noch Querflöte spielt und Ballett tanzt, bereits im Januar. Ihre Lehrer bemerkten, dass das aufgeweckte Mädchen noch gefördert werden kann. Andreas Efing, der ebenfalls Latein unterrichtet, schlug der Schülerin vor, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Dass sie sich im Bereich Latein bewirbt war sofort klar: „Latein ist eines meiner Lieblingsfächer.“

Als Bewerbung musste die 14-Jährige ein Video drehen, in dem sie eine Gottheit aus der Antike vorstellt. Nach der Recherchearbeit war klar, dass sie die Göttin Minerva vorstellen möchte. Die antike Figur ist nicht nur Kriegsgöttin, sondern auch Göttin der Weisheit und der Kunst. Außerdem schützt sie die Stadt Athen.

Um ihre Videobewerbung authentisch zu gestalten, bastelte sie gemeinsam mit ihrer Mutter einen Helm aus Gips. „Meine Eltern haben mich die ganze Zeit voll unterstützt“, betont die Neuntklässlerin. Die Einleitung in ihrem Video sprach sie auf Latein, denn es mussten 30 Wörter der toten Sprache integriert werden.

Zwei Wochen nach der Bewerbung wurde die Schülerin dann nach Warendorf zur nächsten Runde eingeladen. Dort musste sie einen Text aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzen. Das Vorbereitungsthema lautete „Religionen in der antiken Welt“. Trotz guter Vorbereitung fuhr Sarah zunächst mit einem schlechten Gefühl nach Hause: „Ich habe gedacht, dass es inhaltlich nicht gereicht hat.“

Anfang Mai kam dann die überraschende E-Mail, dass sie Preisträgerin geworden ist. „Ich musste die Mail dreimal lesen, bis ich realisiert hatte, dass ich einen Preis gewonnen habe.“

Noch weiß Sarah allerdings nicht, wie der Preis aussehen wird. Bisher habe sie nur gehört, dass jemand zuvor schon mal eine antike Münze bekommen hat. „So etwas wäre total cool.“