Judenhass – was geht uns das in Beelen an?

Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Neukötter

Antisemitismus, was geht uns das in Beelen an? In Beelen leben keine Juden mehr. Nur der jüdische Friedhof in Beelen an der Neumühlenstraße zeugt als letztes Zeichen von einer jüdischen Lebenskultur, die in Beelen die kulturelle Vielfalt  einst bereichert hat. Das in Deutschland Juden öffentlich bedroht und geschlagen werden, wenn sie sich zum jüdischen Glauben bekennen ist eine Ungeheuerlichkeit die fassungslos macht.  Aber die Generation der Deutschen, die wie ich auch nach dem 2 Weltkrieg Krieg geboren ist, hat verdammt nochmal die Pflicht im Angesicht des im deutschen Namen begangenen millionenfachen Völkermordes an den jüdischen Mitbürger/innen diesem Treiben entschlossen entgegenzutreten. Wie wäre es denn wenn als sichtbares Zeichen gegen den aufkeimenden  Judenhass, den Beelener Judenfriedhof, der doch sehr einfach gestaltet ist, ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich fordere daher alle Mitbürger/innen und besonders die verantwortlichen Politiker im Beelener Gemeinderat auf, auch in Beelen ein klares Zeichen zu setzten und finanzielle Mittel bereitzustellen, um die letzte Erinnerung an jüdischen Leben in Beelen, den Beelener Judenfriedhof gestalterisch aufzuwerten um damit ein klares Zeichen gegen Antisemitismus in Beelen zu setzten.

Wenn 50 000 Euro in Beelen für Integrationsmaßnahmen von Flüchtlingen bereitstehen, dann sind wir aber auch in der Pflicht jüdisches Leben und Kultur gegen jeden zu verteidigen der Juden bedrängt. Dafür braucht es sichtbare Zeichen und die Aufwertung des Judenfriedhofs wäre so ein Zeichen.