Sperrliste wurde mehrheitlich abgesegnet!

Beelen (Be.) Die heutige Ratssitzung ging für Blau-Weiß Beelen erwartungsgemäß gut aus – der Kunstrasenplatz kann gebaut werden. Für jedoch einen Großteil der Bevölkerung wäre die heutige Sitzung nur schwierig zu verstehen gewesen.

Ratsmitglied Strübbe brachte es auf den Punkt: „Wir haben immer gesagt, der Kunstrasenplatz kann nur gebaut werden, wenn wir hierfür keinen Kredit aufnehmen und/oder die Grundsteuern erhöhen müssen.
Beides wird wohl eintreten wurde heute deutlich! Beelens Kämmerer Lillteicher erklärte auf Nachfrage, dass er bzgl. des Haushalts 2019 mit dem fiktiven Leitsatz planen würde, das letzte Wort hierzu habe natürlich in den Haushaltsberatungen, Ende des Jahres, der Rat.
Worte, die den grössten Teil der Ratsmitglieder vollkommen kalt liessen.

Am Kunstrasenplatz traute man sich nicht zu rütteln.

Rm Spiethoff kam erneut auf das Gewerbegebiet zu sprechen. Auch Ratsfrau Papenbrock, die gute Ansätze zur Verbesserung des Industriegebiets vorbrachte und hierfür den Punkt „Erschliessung des Gewerbegebiets“ von 200.000 Euro auf 50.000 Euro auf der Sperrliste per Antrag mindern wollte, stieß auf nahezu taube Ohren. Gegenargumentiert wurde insbesondere, dass durch diese Investition nicht mit mehr Gewerbesteuereinnahmen zu rechnen sei.
Wenn die Parkplatzsituation am Ende des Gewerbegebiets nicht tragbar sei und „wild“ geparkt würde, solle man dem Ordnungsamt Bescheid geben, was dann einschreiten würde, erklärte Kammann.
Während erkennbar war, dass andere Ratsmitglieder gerne alles vom Tisch hätten, zeigte Papenbrock heute massiven Biss und wollte VOR Verabschiedung der Sperrliste wissen, mit wieviel Kosten noch bzgl. des Schulumbaus bzw. Schulumzugs zu rechnen sei. Auch diese Frage wurde ihr nicht konkret von Bürgermeisterin Kammann beantwortet, die auf eine Mail für Rat und Ausschüsse am den morgigen Tag verwies, welche gleichzeitig auch am kommenden Donnerstag als Tischvorlage dienen solle.

Der Rat sprach sich im Endeffekt mehrheitlich für die bereits vom HFA abgesegnete Sperrliste und damit auch für den Kunstrasenplatz aus.
Die Meinung, zu wessen Lasten dieser nun errichtet wird, kann sich jede/r selber bilden.

Am Ende der Sitzung sprach Rm Vögeler nochmals die Problematiken und teilweise unhaltbaren Zustände an, die durch das Unternehmen Deutsche Glasfaser in Beelen geschaffen wurden und weiter werden. So sei an einem Wochenende der aufgerissene Kirchplatz für Rettungsfahrzeuge unbefahrbar gewesen, die Rettungsleitstelle jedoch hierüber nicht informiert worden.
Die mittlerweile seit längerer Zeit vorhandene „Baustelle“ Bahnhofstr./Ecke Gartenstrasse bezeichnete er als lebensgefährlich. Dies u.a.  aufgrund unzureichender Absicherung.

Die erste Bürgerin Beelens erklärte allgemein zur Thematik, dass man noch am gestrigen Tag mit Deutsche Glasfaser einen längeren Termin und reichlich Problematiken und Beschwerden angesprochen habe. Bauamtsleiter Middendorf empfahl, bei Beschwerden und/oder Problemen diese im Baubüro von Deutsche Glasfaser in Beelen anzusprechen, welches 2x wöchentlich besetzt sein soll.