Dachsanierung an VON-GALEN-SCHULE geht weiter! VORSICHT ASBEST!

Beelen (Ne.) Nachdem eine nicht ursprünglich geplante Dachsanierung am Verwaltungsbereich des ehemaligen Hauptschulgebäudes durchgeführt werden musste, geht es nun mit dem Dach über dem Werkraum weiter. Ursache für diese notwendige Sanierung sollen undichte Dachanschlüsse und Dachziegel sein. Das erforderliche Gerüst wurde bereits vor einer Woche aufgebaut.

Erschwerend kommt hinzu, dass bei der Dachsanierung an asbesthaltigen Platten gearbeitet werden muss. Da Asbest ein Gefahrstoff ist, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der Auftrag zur Dachsanierung am Werkraum wurde gemeinsam mit dem Auftrag zur Dachreparatur des ehemaligen Verwaltungstraktes von der Gemeinde Beelen vergeben.

Nur war dem ausführenden Unternehmen zum Zeitpunkt der Ausschreibung nach unseren Informationen nicht bekannt, das Asbest im Dachbereich zu finden ist. Den schwarzen Peter hat nun das ausführende Unternehmen.

Es ist schon sehr bedauerlich, das obwohl seit 2014 fundierte Hinweise auf Asbest  vorlagen und ein Blick in die Asbestdatei der Deutschen Asbesthersteller ausgereicht hätte, um Asbestbaustoffe am und im Gebäude festzustellen, eine Information des Bauunternehmen explizit auf Asbest unterblieben ist. Das Schadstoffgutachten die im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Hauptschulgebäude erstellt worden sind, der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, lässt den nur den Schluss zu, das man etwas zu verbergen hat.

Nun MUSS die Entsorgung der Zementfaserplatten eine neue Qualität bekommen!

Wenn oberhalb des Werkraums identische oder ähnliche Arbeiten, wie kurz vor Weihnachten ausgeführt werden, müssen diese nun deutlich anders verlaufen. Konnte man „vielleicht“ seinerzeit noch argumentieren, dass man von Asbest nichts wusste, was Rückschlüsse auf das Unternehmen zuließe, ist dies nun durch die von Beelen-ONline.de (Bericht) beauftragte Analyse eine bestehende Tatsache. Sollten die asbesthaltigen Faserzementplatten NUN einem „normalen“ Bauschuttcontainer zugeführt werden, wird sich das ausführende Unternehmen nicht nur vor diversen Institutionen und Behörden zu rechtfertigen haben, sondern könnte schlimmstenfalls ganz vom Markt verschwinden.

Eigentlich sollten, laut Gemeinde, Beelen überhaupt keine Arbeiten an den verbauten Asbestplatten im Bereich der Ortgänge und Traufen durchgeführt werden.

Im Zusammenhang mit Bauarbeiten am Gebäude, wurden jedoch zudem Asbestfaserplatten beschädigt, wie in unserer Fotostrecke zu sehen ist.
Ein Austausch dieser Platten unter besonderem Arbeitsschutz, ist daher unausweichlich.

Die Kosten für die Entsorgung von Asbestbaustoffen sind – nach dem Kenntnisstand von Beelen-ONline.de – nicht in der Kostenplanung  berücksichtigt worden.