Umweltskandal in Beelen?

UMWELTSKADAL IN BEELEN?

Beelen (Be.) WIE, und DURCH WEN wurden die asbesthaltigen Zementfaserplatten entsorgt. Mindestens genauso interessant – WOHIN!?!?

Dass diese vom beauftragten Ennigerloher Unternehmen für die Dachsanierung  nach der Demontage in den aufgestellten orange-farbenen Container eines Containerdienstes aus Beelen geworfen wurden, berichtete Beelen-ONline.de bereits.

Auch eine entsprechende sichtbare Baustellenabsicherung war NICHT vorhanden!

Das von Asbestplatten die in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Verkehrswegen und Wohnbebauung unsachgemäß entfernt und entsorgt werden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht, dürfte unbestritten sein.

Dass genau so eine Asbest-Entsorgung nicht stattfinden darf, ist auch klar.

Wurden die asbesthaltigen Zementfaserplatten als „normaler Bauschutt“ entsorgt?

Auf der einen Seite gilt es nun den oder die Schuldigen zu finden, andererseits muss auch der Verbleib der asbesthaltigen Platten geklärt werden.

Ein Fall für die „GRÜNEN“ in Beelen? Eigentlich GANZ SICHER!
Wer sich schon mit dem Unterboden eines Kunstrasenplatzes beschäftigt, den sollte Asbest erst recht interessieren.
Wenn sich diese nicht nur „grün“ nennen sondern auch so handeln, wird man eine lückenlose Aufklärung beantragen und hier eigenständig auch am Ball bleiben.
Ganz sicher ist der Vorgang jedoch auch hochinteressant für verschiedene Institutionen und Behörden.

Bei unserer Anfrage beim Bauamtsleiter Middendorf der Gemeinde Beelen erklärte dieser, dass alle Regelwerke von Seiten der Gemeinde eingehalten wurden. Entsprechende Entsorgungsnachweise müsse das Zimmereiunternehmen aus Ennigerloh haben, für die Bauüberwachung ist der Architekt verantwortlich.

Sehr erstaunt gab sich Middendorf, dass es offensichtlich keine Baustellenabsperrung gegeben haben soll – noch nicht mal mittels Flatterband – zudem der Container, sowie die asbesthaltigen Zementfaserplatten komplett frei zugängig waren. Dies wolle er im Nachgang eruieren.

Weiterhin wies Middendorf darauf hin, dass beide Vertragsparteien, in diesem Fall Gemeindeverwaltung und Zimmereiunternehmen, nicht über Vertragsinhalte mit externen Personen, so auch Medien, sprechen dürfen.

Sehr verwunderlich ist es, dass die zur Ermittlung der Schadstoffbelastung im ehemaligen Hauptschulgebäude der Von-Galen-Schule erstellten Gutachten von der Gemeinde Beelen unter Verschluss gehalten werden.

Nach unseren Recherchen war dem ausführenden Unternehmen der Dacharbeiten nicht bekannt, dass Faserasbest bei den Abbrucharbeiten am Hauptschulgebäude vorhanden ist (Beelen-ONline.de berichtete). Daher wurden auch keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Dass die Gemeindeverwaltung, obwohl dieser  Hinweise auf Asbest in der Bausubstanz der Hauptschule schon seit Jahren vorlagen, hier augenscheinlich nicht tätig geworden ist, verwundert doch sehr.

Die Gemeinde Beelen ist nach dem Ordnungsbehördengesetz (OBG) gemäß §1 OBG  verpflichtet Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Dass ein Verstoß gegen die Regelwerke (TRGS 519) im Umgang mit dem Gefahrstoff Asbest die öffentliche Sicherheit und Ordnung tangiert dürfte unbestritten sein.

Man gewinnt den Eindruck, dass die Gemeinde Beelen scheinbar gar kein Interesse daran hat, hier ordnungsbehördlich tätig zu werden.

Ob spätestens 7 Tage vor Beginn der ASI-Arbeiten diese der zuständigen Behörde mitgeteilt wurden (TRGS 519, Nr. 3.2) ist nicht bekannt und wird nun ebenfalls überprüft.

Nach wie vor, ist der Verbleib der asbesthaltigen Zementfaserplatten unbekannt!

 TRGS 519 – http://www.bgbau-medien.de/tr/TRGS519/inhalt.htm

Asbest Demontage

Asbesthaltige Zementfaserplatte an Schule