Glasfaserverlegung – ohne Rücksicht auf Verluste?

Beelen (Be.) Es ist mittlerweile schon als Wahnsinn zu bezeichnen, was die „Buddeltrupps“ im Auftrag von Deutsche Glasfaser in Beelen veranstalten. Hatte sich unsere Redaktion eigentlich darauf eingestellt, am heutigen Tag einem Hinweis aus der Bevölkerung bzgl. möglicher „Tagelöhner“ in Beelen nachzugehen, erwartete uns gegenüber des Tennisheims in Beelen eine ganz andere Überraschung.

Der gegenüberliegende gemeindliche Grund wurde Deutsche Glasfaser ausschließlich für das Abstellen von Baumaterialien überlassen, erklärte uns Bauamtsleiter Thomas Middendorf (Gemeinde Beelen) auf telefonische Anfrage. Deutsche Glasfaser hat hierfür auch die Verkehrssicherungspflicht.

Mit Fassungslosigkeit muss man zunächst einmal feststellen, dass dieser Platz überhaupt nicht abgesichert und vollkommen frei zugängig ist. Mögliche Sozialräume oder gar eine Toilette für die Arbeiter – absolute Fehlanzeige – offensichtlich auch in ganz Beelen.
Stattdessen findet man auf dem Grund, neben Kabeln und Schläuchen auf Rollen, sehr viel Müll. Unabhängig von Kabelresten, die teilweise vollkommen wirr durcheinander liegen und sowohl für Kinder (ein Kinderspielplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe), wie auch Erwachsene eine Gefahr darstellen, machen sich dort auch diverser Hausmüll, Speisereste, bis zum leeren Kanister, dessen Inhalt nicht bestimmt werden konnte, breit.

Abraum, Schütt und Müll werden ohne Absprache gelagert. Ob es sich hierbei auch um giftigen Asphalt handelt, ist augenscheinlich nicht festzustellen. Vor der Lagerung wurden möglicherweise von der bauausführenden Firma Schnelltest gemacht, erklärte Middendorf.

Auch beim Fuhrpark, scheint man es nicht so genau zu nehmen. Ein offener Kastenanhänger, den man hinter einen VW-Transporter gespannt hatte, wurde vom Tennisheim bis zum Mühlenweg/Axtbachtal ohne jegliche Beleuchtung gefahren. Funktionierende Blinker oder Bremslichter – Fehlanzeige.
Auf dem Anhänger befanden sich diverse Materialien zur Baustellenabsicherung. Ladungssicherung scheint auch komplett überbewertet zu werden. Spanngurte oder ein Sicherungsnetz waren nicht vorhanden.

Bekannt geworden ist unserer Redaktion zudem, dass mittlerweile diverse Beschwerden über die – “Ausführung” der – Glasfaserarbeiten bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sind. Middendorf bestätigte, dass es vereinzelt Beschwerden aus der Bevölkerung, massiver jedoch aus dem Rat gab. Auch die Gemeinde ist nicht mit allem einverstanden, was DG macht.
Allen Beschwerden würde entsprechend nachgegangen – problematisch sei nur so Middendorf, wenn man eine Baustelle schließt, tun sich 3 Neue wieder auf. Wir mahnen wöchentlich in den Besprechungen mit DG und der ausführenden Firma an, ein möglicher „Kuschelkurs“ sei schon lange beendet.