Kein Voodoo in Beelen!

Beelen (Be.) Satire kann durchaus lustig sein. Nicht jedoch, wenn diese von offensichtlich kranken Hirnen ausgedacht wird, deren Intelligenz nur von 12 Uhr bis zum Mittag reicht.

Was man mit Fake-Meldungen anrichten kann zeigte sich am heutigen Tag durch einen jüngst erschienenen Bericht auf einer „anonymen“ Gemeinschaftsseite in einem sozialen Netzwerk, der nicht nur häufig kommentiert, sondern auch mehrfach geteilt und weiter verbreitet wurde.

In diesem Fall geht es um einen Bericht in welchem vorgegaukelt wird, dass in Beelen das „Voodoo aus Warendorf“ im ehem. Jibi-Markt, an der Ostenfelder Strasse, eröffnet werden soll.

Was der oder die offensichtlich kleingeistige VerfasserIn hierbei übersehen hat ist, dass es tatsächlich noch immer die benannte Veranstaltergesellschaft gibt, die weiterhin, sehr erfolgreich im Bundesgebiet, die legendären „Voodoo-Parties“ – wie ehemals in Warendorf – anbietet, auch wenn es das Warendorfer Voodoo nicht mehr gibt.
Um dem Bericht die passende Note zu geben, wurde nicht nur das Logo des Voodoos entwendet und in ein Foto mit dem ehem. Jibi-Gebäude eingebaut,  sondern auch noch die Gemeindeverwaltung Beelen – als Teilhaberin – mit eingebunden.
Zitat: „Im alten „Jibi-Gebäude“ an der Ostenfelder Straße, das schon über mehrere Jahre einen neuen Nutzen sucht, fand die Gemeinde nun ein geeignetes Lokal für die Inbetriebnahme eines Nachtclubs des Formats „Voodoo“.“  Im weiteren Verlauf heisst es zudem „Mit der Gemeinde als Teilhaberin im Projekt „Voodoo“ verspricht man sich einen gesunden, lokalen, als auch einen regionalen Partytourismus, der die Kneipen- und Clubszene in Beelen beleben soll.“

Dazu wurde nachstehende Fotomontage veröffentlicht.

Wie Beelens Bürgermeisterin Liz Kammann diese angebliche „Beteiligung“ wertet, war am heutigen Tag nicht zu ergründen.

Auch bei unserer Redaktion häuften sich Mails und Privatnachrichten mit der Frage, was denn wohl an diesem Gerücht dran sein könnte.
Der Betreiber der Veranstaltungsgesellschaft, der am heutigen Tag anauf Beelen-ONline.de, mit der Bitte um Richtigstellung als seriöses Medium zukam, ist stinksauer.
Im Telefoninterview erklärte uns die Geschäftsleitung, dass durch diese „Fake-News“, seit heute Morgen Tag, das Telefon nicht mehr still steht und die E-Mail Postfächer über quellen. Bewerbungen von diversem Personal, Djs, und und und machen hierbei nur einen kleinen Teil der schriftlichen Flut aus. Auch er selber hat bereits auf seiner eigenen Gemeinschaftsseite eine Stellungnahme (Hier zum Nachlesen)  abgegeben.

Der anonymen Gemeinschaftsseite wirft die Voodoo-Veranstaltungsgesellschaft u.a. Geschäftsschädigung und Urheberrechtsverletzung, durch die Verwendung des Voodoo Logos vor, bzgl. welcher er sich in Kürze mit seinem Anwalt beraten wird.

Auch wenn man die Anfänge der anonymen Seite mit einem satirischen U-Bahn-Bau oder einer unrealisierbaren Binnenschifffahrt in Beelen als belustigend ansehen könnte, baute sich diese mit strafrechtlich relevanten Inhalten weiter aus. Sei es die unerlaubte Verwendung des Beelener Gemeindewappens bis zur Veröffentlichung der Hakenkreuzarmbinde ist die Palette weitreichend.
Als sehr wahrscheinlich kann angesehen werden, dass sich nun in den kommenden Tagen auch die Behörden mit dieser Seite beschäftigen werden und auch mit Interesse verfolgen, wer – dort – was kommentiert, mit „Gefällt mir“ markiert,  oder geteilt hat.