Verkehrssicherungspflicht ungenügend!

Beelen (Be.) Was schon stümperhaft begonnen wurde, soll offensichtlich auch so weitergeführt werden, denken mittlerweile viele Bürgerinnen und Bürger in Beelen und sind zu Recht sauer.

Zwar will man das schnelle Internet haben, Bautrupps, die jedoch Hügellandschaften und Stolperfallen hinterlassen nicht. Wenn man sich die Arbeiten mal live vor Ort ansieht, kommt auch der Laie schnell zu der Auffassung, dass die Arbeiten nichts mit qualifiziertem Tiefbau, dafür mehr mit irgendwelchen „Buddelarbeiten“ zu tun haben könnten.


Unser Foto zeigt einen freigegebenen Bordstein an der Ostenfelder Strasse. Warnbaken Fehlanzeige.

Wenn die Arbeit beendet ist und keine Gefahr mehr bestehe, könne die ausführende Baufirma die Warnbaken entfernen, erklärte uns Thomas Middendorf, Bauamtsleiter der Gemeinde Beelen auf Nachfrage, was jedoch nicht mit einer Abnahme des Bordsteins verwechselt werden dürfe.
Bis zur endgültigen Abnahme oder ggf. Nachbesserung bedeute dies: „Ein Gehweg ist so hinzunehmen wie er sich gibt.“

Ostenfelder Straße

Auch Middendorf bestätigt, dass unterschiedliche hohe Gehwegplatten und zu breite Fugen, gerade für die ältere Bevölkerung ein Hindernis sein können, betonte jedoch, dass er davon ausginge, dass generell die Bürgerinnen und Bürger immer mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen.

Aber es geht natürlich noch schlimmer.

Baulöcher, die völlig ungenügend abgesichert sind, Warnbaken auf öffentlichen Straßen an denen sich keine Warnblinklampen befinden –  auch findet man Baulöcher, die nicht vollständig mit Absperrungen umzäunt sind. Die Palette wird immer größer, die Baulöcher werden immer mehr.

Bürgerinnen und Bürger fragen sich, ob dies so von der Gemeindeverwaltung gewollt und  genehmigt ist. Hier ist jedoch nicht die Gemeinde in der Pflicht so Middendorf, sondern das Strassenverkehrsamt des Kreises Warendorf, welches die Straßenverkehrsrechtliche Genehmigung der Deutschen Glasfaser erteilt hat. Selbstverständlich befinden sich hierin auch die Auflagen, wie eine Baugrube zu sichern ist. Sollten u.a. die Absicherungen nicht eingehalten werden, steht es dem Straßenverkehrsamt frei, zu handeln. Dies kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden – reicht im Zweifelsfall bis zum Baustopp.
Natürlich hat die ausführende Firma den Auftrag, alle Baugruben ordentlich abzusichern. Geschieht dieses jedoch nicht, muss eingeschritten werden.

Rad- und Fußweg Westkirchener Str. ist komplett versperrt. Keine Warnleuchte!

Middendorf rät dazu – Baugruben – die tagsüber nicht genügend abgesichert sind, an das Ordnungsamt der Gemeinde Beelen (Rufnummer: 02586-8870) zu melden. Nach Dienstschluss ist eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter auch weiterhin über das Diensthandy unter der Rufnummer:  0160 / 992 026 77 erreichbar, welche/r sich des Vorgangs dann annehmen wird. Sollte niemand zu erreichen sein, empfiehlt es sich umgehend die Polizei zu alarmieren, um Schlimmeres zu verhindern.
Optional steht es generell auch jedem frei, entsprechende Fotoaufnahmen anzufertigen und diese mit Datum, Uhrzeit und genauer Ortsangabe an das Straßenverkehrsamt (E-Mail: verwaltung@kreis-warendorf.de) weiter zu leiten.

Letztendlich ist auch Bauamtsleiter Middendorf froh, dass bislang noch niemand zu Schaden gekommen ist und hofft auf Besserung bzgl. der Baumaßnahmen.

Anmerlung: Die Fotoaufnahmen sind vom heutigen Tag – 12.10.2017