Wird das “Hövenergelände” von der Gemeinde wieder verkauft? …oder ist die Frage zu „geheim“?

Beelen (Ne.) Wie Beelen-ONline.de erfahren hat, wird schon seit einiger Zeit „Hinter den Kulissen“ darüber verhandelt, was mit dem “Hövenergelände” passieren soll.
Da das von der Bürgermeisterin anvisierte Wohnprojekt „Wohnen im Park“ offensichtlich gescheitert ist, gibt es nun mindestens 2 Investoren(gruppen), die Interesse an dem „Filetgrundstück“ mitten im Ort, direkt an der B64 haben, um dort Gebäude zum „betreuten Wohnen“ zu errichten. Eine Investorengruppe soll aus dem Bereich Minden stammen, über den zweiten “Investor” wurde noch nichts berichtet. Geheimer geht es kaum!!
Aber auch ein Beelener Unternehmen hat mindestens „an einem Teil“ des Grundstücks Interesse um dort beispielsweise ein Autohaus zu errichten.
Der Kern-Knackpunkt  liegt jedoch daran, dass sich auf der Fläche nun ein Gebäude befindet, welches unter Denkmalschutz steht und den erhofften Verkaufserlös erheblich mindern könnte.
Daher steht wohl auch zur Debatte, ob die Gemeinde Beelen bereit ist, das „ehem. Hövener-Areal“ unter dem Preis zu veräußern, den die Gemeinde Beelen für die Fläche und das Gebäude ursprünglich bezahlt hat.
Wie unsere Redaktion erfahren hat, wird diese „wichtige Entscheidung“ hinter verschlossenen Türen in nichtöffentlichen Sitzungen der Ratsgremien  vorbereitet.

 

Ortsentwicklung – Planlosigkeit auf ganzer Linie?
Der Kommentar von unserem Redaktionsmitglied Thomas Neukötter

Wenn Planlosigkeit der Plan ist, dann scheint es, dass Beelens Bürgermeisterin und die verantwortlichen Mandatsträger alles Richtig gemacht haben.

Das Hövenergelände zu kaufen, ohne dabei einen konkreten Plan zur Nutzung  des Geländes zu haben wird nun zum finanziellen Risiko. Der offensichtlich schnell zusammengezimmerte Förderantrag zum Bau eines Integrationszentrums in Anlehnung an das vor zig Jahren geplante Bürgerzentrum scheiterte kläglich. Angeblich aufgrund „leerer Töpfe“ von Fördergeldern.
Dann sollte „Wohnen im Park“ angestossen werden und nun sollen plötzlich Investoren betreutes Wohnen ermöglichen. Wozu wird nun eigentlich die noch immer schief stehende Uhr benötigt?
Nun stellt sich die Frage, ob mögliche Investoren bereit sind, für eine Fläche mit einer unter Denkmalschutz stehenden Immobilie, einen entsprechenden Preis zu bezahlen, ohne das dieses für die Gemeinde Beelen zum Minusgeschäft wird.

Entwickelt sich Beelen weiter zurück?

Die Entwicklung des Beelener Ortskerns und die notwendige Verkehrsentlastung der B64 im Ortskern kommen so keinen Meter voran.

Eine von Straßen NRW geplante Umgehungstraße wird von der Mehrheit im Beelener Gemeinderat als zu überdimensioniert angesehen. Wirkliche Alternativen werden jedoch  auch nicht präsentiert. Dabei drängt das Verkehrsproblem B64, die in Beelen ansässigen Unternehmen zunehmend in die Defensive. Amazon baut in Oelde an der A2 ein Logistikzentrum mit 2000 Arbeitsplätzen und die damit einhergehende Sogwirkung auf andere Unternehmen, dehnt sich unweigerlich zu Betriebsverlagerungen, verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Räumen – wie Beelen -,  aus.

Aber was macht unsere Kommunalpolitik? Sie nimmt diese Umwälzungen einfach nicht zur Kenntnis. Im Ortskern an der B64 ist der Lärmpegel so hoch, dass laut Lärmatlas NRW Gesundheitsschäden drohen. In unmittelbarer Nähe zur B64 leben daher zunehmend nur noch Migranten und Asylbewerber, weil sich diese keine besseren Wohnlagen leisten können und/oder es zu wenig sozialen (bezahlbaren) Wohnraum in Beelen gibt.
Die Planlosigkeit unserer Bürgermeisterin und der Kommunalpolitiker ist nur Ausdruck dessen, das man sich vor Konflikten scheut. Dabei ist ein Gesamtkonzept für den Beelener Ortskern, und damit auch für das “Hövenergelände”, dringend notwendig.