CDU Senioren Beelen mit gelungener Wahlkampfveranstaltung

Beelen (Ne.) Mit dem Landesminister für Arbeit und Soziales, Karl Josef Laumann, dem CDU MdB Reinhold Sendker und dem CDU Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier, hatte die Beelener Senioren-Union hochrangige Spitzenpolitiker in die Gaststätte zum Holtbaum eingeladen. Rund 60 Zuhörer/innen hatten den Weg in den Holtbaum gefunden um einen beindruckenden Vortrag von Karl Josef Laumann beizuwohnen, der mit klaren Aussagen nur so gespickt war. Laumann betonte in seinen Ausführungen zur internationalen Politik, dass die Türkei nicht auf dem Weg nach Europa sei und Russland nicht auf dem Weg zur Demokratie. In Richtung USA hofft Laumann darauf, gemeint war wohl Trump, dass der Zustand bald vorbei sei.
Europa sei für den Wohlstand in Deutschland unerlässlich so Laumann, der leidenschaftlich vor den vorhandenen Tendenzen zu einer Abkehr von Europa und EU warnte. Die zukünftige digitale Arbeitswelt mit ihren Risiken und Chancen sein eine Herausforderung der Zukunft, so Laumann. Den von einigen Arbeitgebern geforderten Renteneintritt mit 70 und den teilweise kalten Umgang mit älteren Arbeitnehmern kritisierte Laumann aufs Schärfste. Gewerkschaften, Politik und Arbeitgeber müssten ältere Arbeitnehmer mehr fördern, damit diese den Herausforderungen der zukünftigen digitalen Arbeitswelt gewachsen seien. Insbesondere machte sich der Minister für Bildungsgutscheine zur Weiterbildung stark.
Auch dass es in Deutschland bei immer höheren Baupreisen keine Förderung zur Bildung von Wohneigentum mehr gibt, beklagte der Minister und kündigte politische Initiativen auf diesem Gebiet an. Um den Hausärztemangel auf dem Land zu bekämpfen, will Minister Laumann in Ostwestfalen eine zusätzliche Fakultät zur Ausbildung von Allgemeinmediziner einrichten und den Zugang zum Medizinstudium erleichtern. Das Karl Josef Laumann in der christsozialen Arbeitnehmerschaft seine politischen Wurzeln hat, ist unverkennbar. Neben dem Werben für die CDU war es Ihm auch ein Anliegen für die Mitgliedschaft in der CDA der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft zu werben. Nach einer ausführlichen Fragerunde in der Besucher dem Minister Fragen stellen konnten endete die Versammlung.
Am Rande sei noch erwähnt, dass die Beelener Bürgermeisterin Minister Laumann bat, obwohl er mit der Schulpolitik nicht betraut ist, eine vorzeitige Auszahlung von 380 000 Euro aus dem Förderprogramm der Guten Schule zu ermöglichen, da die Gemeinde Beelen nun die Schule umbaue.

 

Der Kommentar von unserem Redaktionsmitglied Thomas Neukötter
Laumann ein sprichwörtlicher Christdemokrat durch und durch, ein Mann dem Bodenhaftung zu eigen ist und dabei die gesamtpolitische Verantwortung für NRW nicht aus den Augen verliert, so präsentierte sich der Minister im Holtbaum. Aber es bleiben Zweifel ob Laumann mit seinen Positionen für eine soziale Partnerschaft und der Verteidigung von Arbeitnehmerrechten auch eine Mehrheit in der CDU findet? Bisher ist seine Hausmacht die CDA in der CDU häufig als soziale Folklore vom Arbeitgeberflügel der CDU in die Schranken gewiesen worden. Wenn die CDU mit der FDP nach der Wahl  die Regierung stellen kann, dann dürften die sozialen Ansätze Laumanns nur noch als Makulatur an den Bürowänden in Berlin vorhanden sein.
Erstaunlich ist auch, dass Beelens Bürgermeisterin die offene Fragerunde dazu nutze, eine vorzeitige Auszahlung von Fördermitteln für den Umbau der ehemaligen Hauptschule vom Minister Laumann zu erbitten. Das die FWG Bürgermeisterin eine solche Veranstaltung nutzen muss um Anliegen der Gemeinde Beelen der Landesregierung vorzutragen, zeigt, dass es keinen guten Draht der FWG Bürgermeisterin nach Düsseldorf gibt. Der FWG fehlen schlichtweg die Ansprechpartner in der Landespolitik. Der heimische CDU Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker findet in der Eingangsrede den Bau von Umgehungsstraßen zwingend notwendig, ohne dabei speziell auf die B64n einzugehen, das zeigt, dass die große Politik viel weiter ist und auf eine FWG, die in Beelen den Bau der geplanten Umgehungsstraße B64 n verhindern will, nicht angewiesen ist.