Umgehungsstrasse: FWG steigt mit falschen Fakten ins Spiel ein!

Beelen (Ne.) Das sich die FWG Fraktion nun auf die Seite der Bürgermeisterin schlägt und den Bau einer Umgehungstraße verhindern will, ist weder neu noch originell. Wenn jedoch Herr Nüßing als Fraktionschef der FWG den dreispurigen Ausbau der Umgehungstraße als unverantwortlich anprangert, obwohl bekannt ist, dass die Umgehungstraße keinen größeren Straßenquerschnitt als die jetzige B64 bekommt, dann ist das reine Panikmache und die Verbreitung von alternativen Fakten. Der von Herrn Nüßing angegebene Flächenverbrauch von 45 Hektar für 4,5 Kilometer Straße, ist eine Lesart, die wiederum andere Experten in Zweifel ziehen. Momentan wird die B51 in Münster dreispurig ausgebaut und die B461n neugebaut, die eine Verbindung zum Schiffahrter Damm ermöglicht. Im Zuge des B51 Ausbaues wird die B51 von Münster bis Telgte einen dreispurigen Ausbau erhalten. Eine Tankstellenanlage an der B51 in Telgte wurde bereits wegen der geplanten Ausbaumaßnahmen aufgegeben. Der Ausbau der B51 wird zu zusätzlichen Verkehrsdruck führen, weil der Verkehr aus Münster schneller in Richtung B64 abfließen kann und sich dann in den Ortslagen von Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz staut. Herr Nüßing beklagt eine erhöhte Schadstoffbelastung durch eine Umgehungsstraße in Beelen, von der Belastung mit Schadstoffen im Beelener Ortskern spricht er aber nicht. Dabei hat sich besonders die FWG in äußerster Zurückhaltung geübt wenn es um konkrete Schadstoffmessungen im Beelener Ortskern ging. Bisher liegen zu dieser Thematik keine konkreten Messergebnisse vor. Vielleicht aus Angst vor den Ergebnissen dieser Messungen? Wie wäre es denn mal anstatt eines Ratsbeschlusses alle Beelener Bürger zu befragen, ob sie denn die geplante Umgehungstraße wollen oder nicht? Aber hierzu kann sich die FWG als Klientelpartei natürlich nicht durchringen, weil das Ergebnis dann zu Gunsten der Umgehungstraße ausfallen könnte. Also soll mal wieder wie so oft, ein Beschluss der FWG, der hinter verschlossenen Türen zustande gekommen ist, mit dem Primat des Ratsmandates dem Bürger vorgesetzt werden.

Eine konkrete Idee wie denn der Beelener Ortskern wirksam vom Verkehr entlastet werden kann, hat weder Herr Nüßing noch die FWG. Jedenfalls ist davon nichts zu lesen. Es ist unverantwortlich, dass die Kinder in Beelen auf Schülerlotsen angewiesen sind um sicher die B64 überqueren zu können. Auch zu diesem Problem hat die FWG bisher keine Lösung vorgestellt.