Eurobahn lässt Kinder wieder im Regen stehen!

Zwischenruf von unserem Redaktionsmitglied Thomas Neukötter
Heute, am Freitag, 13.1.2017, gab es  mal wieder einen Zugausfall um sieben Uhr im Schülerverkehr von Beelen nach Warendorf. Der Zug um acht Uhr erschien mit mehr als 20 Minuten Verspätung.  Mittlerweile ist es so, dass der Fahrplan der Eurobahn nur noch rudimentär eingehalten wird. Der Name „Fahrplan“ spottet da jeglicher Beschreibung  Ein Zustand, der die Schulkinder nicht nur sprichwörtlich am Bahnhof im Regen stehen lässt. Wenn die Kinder vom Bahnhof dann zur Bushaltestelle an der B64 drängen um einen Platz im Bus zubekommen, so sind das mittlerweile apokalyptische Zustände. Vollgepfropfte Busse auf winterlichen Straßen auf dem Weg nach Warendorf. Wer es nicht schafft einen Platz zu ergattern, der bleibt zwangsläufig stehen. Dann wieder zurück zum Bahnhof, in der Hoffnung dass der Zug um acht Uhr auch kommt.

Die verantwortlichen Kommunalpolitiker, die im ZVM für die Beauftragung des Zugverkehrs im Münsterland verantwortlich sind, kennen diese katastrophalen Missstände längst. Was ist bisher passiert? Außer Ermahnungen und der Verlautbarung, dass man die ausgefallenen Fahrten der Eurobahn nicht bezahlen will, gar nichts! Auch die Beelener Bürgermeisterin und der Gemeinderat lassen es an Engagement vermissen, gegen die Eurobahn nun endlich knallhart vorzugehen.  Aber es ist unverkennbar, dass die verantwortlichen Kommunalpolitiker, die im ZVM über die Vergabe der Transportleistungen im ÖPNV entscheiden, nicht ganz unschuldig an der Situation sind. Die Nord-West-Bahn, die jahrelang sehr gut die Strecke Bielefeld-Münster bedient hat, war der Politik ja zu teuer. Es musste die billigere Eurobahn sein. Ein Beleg dafür ist auch, dass es zu Zeiten der Nord-West-Bahn ein sehr gutes Notfallmanagement gab. Ersatzzugführer waren schnell verfügbar und die Feuerwehren an der Bahnstrecke wurden von der Nord-West-Bahn für Rettungsmaßnahmen geschult. Natürlich kostet die Sicherstellung der Betriebssicherheit Geld, an dieser Stelle hat die Eurobahn augenscheinlich gespart und damit den Zugschlag für die Strecke Bielefeld-Münster bekommen.

Wenn  grüne Kommunalpolitiker Sorgen darüber äußern, dass  Asylbewerber aus Beelen wegen des Umzuges des Ausländeramtes von Warendorf nach Ahlen einen zu weiten Weg zur Ausländerbehörde haben, aber auf der anderen Seite, bezüglich der Probleme mit der Eurobahn, von den Grünen kaum etwas zu hören ist, dann darf sich niemand mehr darüber wundern, wenn eine  auf Populismus angelegte AFD immer mehr an Zulauf erhält.