Beelener Kirmes – selten war „Saufen“ günstiger!

Beelen (Be.) Jahrelang schon gab es keinen Flyer mehr zur Beelener Kirmes, was offensichtlich den Stellenwert anzeigt. In diesem Jahr gibt es diesen wieder.

Ein dezenter Pastellton verbunden mit dem bekannten „Krankenhausweiß“ zieht sich durch den Flyer, der verbunden mit dem schwarzen Aufdruck zu „Jans to Beilen“ und einer Wappenumrandung vom kostenlosen Anbieter freepic.com, ehr an den Aufruf „gewollt und nicht gekonnt“ erinnert. Finanziert durch viele Werbepartner (die möglicherweise Werbung nötig haben), wird auf dem Flyer (Auflage von 10.000 Stück), auch das diesjährige Programm bekannt gegeben. 50 Liter Freibier zur Eröffnung und weitere 50 Liter am Montagabend (gesponsert vom Heimatverein und der Gemeindeverwaltung), sowie jeden Abend von 20.00-22.00 Uhr „Happy Hour“ – am Ausschank – (Bier und alkoholfreie Getränke für 1,00 Euro) ziehen sich durch diesen wie ein roter Faden. Offensichtlich darf und soll „gesoffen“ werden. Familienfreundlich geht wahrscheinlich anders denkt man, wenn man den Flyer liest, aber vielleicht ziehlt man nun auf eine neue Klientel von Besuchern ab.

Aus diesem Grund hat unsere Redaktion beim neuen Organisator Martin Sievers nachgefragt und durfte erfahren, dass der Sinn ein anderer sein soll, welcher jedoch marketingtechnisch offensichtlich „schlecht“ kommuniziert wurde.
„Es ginge nicht um die jeweiligen 50 Liter Freibier, sondern um die jeweils ersten 250 Getränke“ erfuhr unsere Redaktion auf Nachfrage. „Hierzu zählen natürlich auch Softdrinks, wie Cola, Fanta, Sprite und Wasser.“ Ob diese präzise Erklärung den Flyer möglicherweise gesprengt hätte, oder man doch auf ansprechende Schlagbegriffe bewusst zurückgegriffen hat, ist nicht bekannt.

Ob es sich bei dem „Ausschankbetrieb“, auf der Beelener Kirmes, wieder um die übliche 08/15 Variante, im Fachjargon auch „Hartz IV-Bierstand“ handelt, oder ob etwas Höherwertiges und Ansprechendes präsentiert wird, ist noch unbekannt.

Im Gegensatz zu anderen Jahren, wo man auf das „Wohl“ der Verteiler von Wertmarken für das begehrte Freibier angewiesen war, soll es in diesem Jahr definitiv anders sein. Es geht um die ersten 250 Getränke (wie beschrieben), ab der ausgelobten Uhrzeit.

Wer schnell ist, kommt zum leckeren und feuchten Genuss. „Freibiermarken“ spielen hierzu keine Rolle, konnten wir in Erfahrung bringen.

Natürlich gibt es zum möglichen Public Viewing KEINE Happy Hour, schließlich muss man auch mal mehr Geld verdienen und sollte keinesfalls die interessierten Fußballfans stören. Zudem will man auch einen einheitlichen Rahmen haben.

Gespannt sein darf man in jedem Fall, ob man sich wirklich „gemütlich“ im neugeplanten Biergarten, der mit vielen Bierzeltgarnituren geplant ist, auch wirklich unterhalten kann, oder ob die „Beschallung“ weiterhin zu laut sein wird.

Wir freuen uns auf „Jans to Beilen“ mit vielen neuen Fotoaufnahmen und natürlich auch Videos.

www.janstobeilen.de