Flüchtlinge demonstrierten vor Beelener Rathaus!

Beelen (Be.) Wenn sich Beelens erste Bürgerin auf einen ruhigen Nachmittag eingestellt hatte, um vielleicht noch an der Haushaltsrede feilen zu können, wendete sich das Blatt gegen 13.15 Uhr, am heutigen Tag schlagartig. Knapp 50 Flüchtlinge, zu späterer Zeit noch 20, versammelten sich vor dem geschlossenen Rathaus in Beelen, um mit Bürgermeisterin Kammann zu sprechen.

Unsere Redaktion erfuhr von der anwesenden Polizei, dass die Flüchtlinge >>keine Bewegung<< ihrer Anliegen sehen würden. Die Asylsuchenden, die seit der zweiten Septemberwoche in der Notunterkunft in Beelen wohnen, wollen endlich auf andere Kommunen, sowie in feste Wohnungen verteilt werden. Mit dieser >>Demo<< wolle man auf sich aufmerksam machen um nicht in Vergessenheit zu geraten. An anderen Orten ginge diese Verteilung möglicherweise schneller.

Bürgermeisterin Elisabeth Kammann trat gegen 14.15 Uhr gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern Lillteicher und Rieping vor das Rathaus und besprach sich zuerst kurz mit der Polizei. Unserer Redaktion erklärte sie gegenüber, dass sie weder gefilmt noch fotografiert werden möchte. Offensichtlich hatte sie nicht mit der Presse (und recht sicher nicht mit Beelen-ONline.de) gerechnet.

Mit den Flüchtlingen vereinbarte Kammann daraufhin über den anwesenden Dolmetscher, dass man sich nun in der Notunterkunft zu einem Gespräch zusammensetzen wolle. Insgesamt machte die Lage einen ruhigen und entspannten Eindruck.

Die Flüchtlinge gingen hieraufhin zu Fuß zur ehem. VGS, die Verwaltung, sowie die Polizei fuhren mit den Autos rüber. Auch eine Frage unserer Redaktion wollte Kammann nicht beantworten.

Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass in der Notunterkunft eine spontane Versammlung aller Flüchtlinge, zum Austausch mit der Bürgermeisterin stattfand, die ebenfalls friedlich verlief.

Anmerkung: Der Vorplatz des Rathauses ist ein öffentlicher Platz, auf welchem Kammann in Ihrer Funktion als Beelener Bürgermeisterin tätig war.