Ratsmitglied Göhring rudert „seltsam“ zurück!

Beelen (Be.) Im Bau- und Planungsausschluss gab Manfred Göhring (SPD) den Kommentar ab: Zitat: Kinder spielen schließlich nicht in der Nachbarschaft von Ausländern. Zitatende

Nun rudert er durch einen Leserbrief, welchen er einer lokalen Tageszeitung zusandte und welcher gestern veröffentlicht wurde, sehr missverständlich, zurück. Er erklärt hierin, dass der Spielplatz Hemfeld nur durch einen Gehweg erreichbar sei, der zwischen 2 Häusern verläuft, in welchen vorzugsweise rumänische Leiharbeiter wohnen.

Er gibt weiter an, dass Konflikte durch nächtliche Ruhestörungen, offene Lagerfeuer, wildes und zu schnelles Herumfahren mit Fahrzeugen, sowie das Anzapfen von offenen W-Lan Netzen, nicht ausbleiben würden. All dies trage nicht zum Vertrauen und einem guten Miteinander bei.

Dies sei nun die Erklärung, warum der Spielplatz nicht benutzt werde.

Fragen muss man sich nun hierbei, was er genau damit meint, da KEINER der hervorgebrachten Anschuldigungen, respektive Tatbestände, scheinbar konkret mit dem Kinderspielplatz in Verbindung zu bringen ist.

Sowohl unserer Redaktion, als auch vielen anderen Beelener Bürgerinnen und Bürgern ist noch nicht bekannt geworden, dass der benannte Spielplatz, Tatort für nächtliche Ruhestörungen, offene Lagerfeuer, wildes und zu schnelles Herumfahren mit Fahrzeugen bekannt geworden wäre.

Unsere Redaktion hat sich heute den Spielplatz angesehen (s. Fotos vom 12.12.2014) und diesen sehr sauber vorgefunden. Hinweise, die dort z.B. auf offene Lagerfeuer o.ä. deuten, sind augenscheinlich nicht vorhanden. Reichlich Maulwurfhügel zeugen jedoch davon, dass dieser tatsächlich schon länger nicht mehr betreten (allerdings auch NICHT befahren) wurde.

Bekannter Weise spielen Kinder – vorzugsweise – TAGSÜBER auf Spielplätzen und nicht nachts. Fraglich ist auch, ob man mit einem Fahrzeug den Spielplatz überhaupt befahren kann, etc.

Bezgl. des Hinweises zu den rumänischen Leiharbeitern muss man sich zudem fragen, ob diese nicht tagsüber möglicherweise auch arbeiten – demzufolge gar nicht dort vorhanden sind.

Interessanter ist allerdings die Tatsache, dass an der Straße zum benannten Spielplatz, Häuser stehen, die von der Optik her einen abbruchreifen Eindruck machen. Hier ist es sehr verwunderlich, dass diese überhaupt noch vermietet werden dürfen. Sicherlich sollte dies mal von der Gemeindeverwaltung eingehend untersucht werden.

Optional sollte vielleicht auch der Ratsherr seine Stellungnahme nochmals überdenken…?