ÜBER 500.000 EURO IM BACH VERSENKT!

Beelen (Ne.) Nun ist es wohl so, wie BeelenONline.de bereits berichtet hat, dass die Grundschule aller Wahrscheinlichkeit nach, in das Hauptschulgebäude umziehen wird. Sicherlich eine sehr rationale Maßnahme. Stellt sich nur die Frage, wer von den Kommunalpolitikern die Verantwortung für Kosten von rund 100.000 Euro für die Erweiterung der OGS Räume in der Grundschule in 2011 übernimmt? Die Kommunalpolitik und die Bürgermeisterin muss sich schon fragen lassen, warum man erhebliche Summen in ein Gebäude investiert hat, das man nun sogar gegebenenfalls abreißen will? Dabei standen in der Hauptschule Klassenräume zur Verfügung, die von der OGS oder der Grundschule hätten genutzt werden können. Wäre eine Sekundarschule in Beelen entstanden, so wäre eine Erweiterung der OGS auch noch in 2012 ohne Qualitätsverlust in der Kinderbetreuung möglich gewesen.

Auch der in 2008 eingeweihte Anbau der Grundschule, mit Erstellungskosten in Höhe von rund 500.000 Euro, hätte bei etwas Voraussicht vermieden werden können. Das dieser Anbau durch den Verzicht auf eine Lüftungsanlage NOCH IMMER mit erheblichen Raumluftproblemen zu kämpfen hat, welche für die Schülerinnen und Schüler NICHT FÖRDERLICH sind, sollte dabei nicht unerwähnt bleiben.

Insgesamt also mehr als eine halbe Million Euro in Schulbauten investiert, die man nicht braucht. Das ist das Resümee der Beelener Schulpolitik der vergangenen Jahre.

Dass Bürger und die Wirtschaft dafür zur Kasse gebeten werden, machen die im letzten Haushalt beschlossenen Steuererhöhungen mehr als deutlich.
In Zeiten des demografischen Wandels müssen die Kommunalpolitiker zur Kenntnis nehmen, dass eine langfristige Planung von Investitionen in die öffentliche Daseinsvorsorge dringender denn je ist. Durch die einseitige Festlegung auf eine Sekundarschule in Beelen, unter Außerachtlassung der Entwicklung von Schülerzahlen, haben die verantwortlichen Kommunalpolitiker unnötige Kosten, in erheblicher Höhe verursacht.

Gute Kommunalpolitik denkt über die Wahlperiode hinaus und stellt die Sacharbeit in den Vordergrund. Bei der Sekundarschule ging es scheinbar den Beteiligten vorwiegend um das Prestige der eigenen Schule. Dabei hätte die Frage lauten müssen: Wie bekommt man DIE BESTE BILDUNG der Kinder, möglichst am kostengünstigsten organisiert?