AgR Beelen – Referent kritisiert Bundeswehr!

Beelen (Ne) Die Eroberung der Schulen, wie die Bundeswehr in Bildungsstätten wirbt, war das Thema zu dem

der Politikwissenschaftler Michael Schulze von Glaßer referierte.
Vor acht Besuchern, die anwesende Presse einmal ausgenommen, äußerte von Glaßer Kritik an den Jugendoffizieren der Bundeswehr, die in den Bildungseinrichtungen nur einseitig positiv die Bundeswehr darstellten. Dadurch, dass die Bundeswehr wegen der angestrebten Kriegsführungsfähigkeit mehr Rekruten benötigte, seien die massiven Werbeaktionen der Bundeswehr, erklärlich. Scharf kritisierte der Referent den Kooperationsvertrag des Landes NRW mit der Bundeswehr, die der Bundeswehr Zugang zu Bildungseinrichtungen verschaffe, um schon gezielt Jugendliche für die Sache der Bundeswehr zu gewinnen.
Mit Simulationsspielen, die auch militärische Optionen zu ließen, würde gezielt auch auf einen möglichen Waffeneinsatz bei Konflikten hingewiesen. Ferner gab der Referent zu bedenken, dass die Bundeswehr sich in Zukunft zu einer Unterschichten Armee entwickeln würde, weil die Bundeswehr als Arbeitgeber in weiten Teilen der jugendlichen Bevölkerung sehr unbeliebt sei. Als kritikwürdig empfand der Referent, das eine Grundschule für die im Afghanistan im Dienst stehenden Soldaten Schutzengel gebaut hätten. Schließlich seien die Soldaten freiwillig im Auslandseinsatz. Bedenklich sei auch, wenn sich Grundschüler in der Reflexion mit den Soldaten in Afghanistan befassen würden.

BeelenONline.de meint:
Dass die AgR Initiative politische Bildung betreibt ist sicherlich lobenswert. Auffällig ist jedoch, dass die Referenten vorwiegend aus dem linken politischen Spektrum kommen.
So auch Herr von Glaßer, der in seinem Vortrag unverkennbar erhebliche Vorbehalte gegenüber der Bundeswehr und deren Werbestrategie zur Gewinnung von Personal äußerte.
Nun gehört es zur Demokratie dazu Kritik an Institutionen des Staates Raum zu geben. Aber darf dieser Raum ein öffentliches Gebäude wie das Rathaus sein, wo politische Ausgewogenheit und das Bekenntnis zu den Institutionen der Bundesrepublik im Vordergrund stehen? Es wäre ein Ausdruck von Ausgewogenheit wenn die AgR auch die Bundeswehr einladen würde und die Sichtweise der Bundeswehr im Bezug auf Werbemaßnahmen zulassen würde. Sehr problematisch wird es jedoch dann, wenn Referenten wie in der Vorankündigung der Lokalpresse zu lesen, bei Veranstaltungen der AgR im Rathaus auftreten, die Von Stauffenberg als Leitfigur einer völkisch-nationalistischen Geschichtspolitik rechter politischer Kräfte sehen und obendrein das ZDF als Inszenierung einer populären deutschen Geschichte verunglimpfen.

Das linke Kräfte deren Ziel es ist in Deutschland den Sozialismus wieder hoffähig zu machen, im Rathaus werben, ist nicht hinnehmbar. Gleiches gilt für die am rechten Rand stehenden Gruppierungen.

Die Herabwürdigung des Deutschen Widertandes gegen die Nazidiktatur darf keinen Raum im Rathaus haben. Hier ist die Kommunalpolitik gefordert für mehr Ausgewogenheit in der politischen Bildung in Einrichtungen der Gemeinde Beelen zu sorgen. Ansonsten dürfte das Rathaus in Beelen bald zu einem beliebten Ort werden, in dem man scheinbar nach Lust und Laune gegen staatliche Institutionen agitieren darf.