AGR – Eine „Instanz“ des Beelener Jugendtreffs meldet sich zu Wort!

Beelen (Be.) Am 19.6.2012 veröffentlichte Beelen-Online.de den Bericht „Ist der Beelener Jugendtreff „Links“ ausgerichtet?“ Ein Bericht, der, wie uns bekannt ist, in Beelen für viel Aufruhr und Diskussionen sorgte.

Über das soziale Netzwerk „Facebook“ melde sich daraufhin eine Person mit dem Phantasienamen: „Jean Paul Danton“ und erklärte u.a, dass wir eine „Hetz-Homepage auf Bildzeitungsniveau“ betreiben würden.
Da Beelen-Online.de, wie allgemein bekannt, keine anonymen Beiträge zulässt, haben wir diesen Kommentar gelöscht.

Dies schien dem benannten Kommentator jedoch nicht zu schmecken und er meldete sich nun per E-Mail bei uns und führte mit uns einen Dialog, den wir Ihnen auf einer Sonderseite VOLLSTÄNDIG zusammengestellt haben. Die absolute Kernaussage des Verfassers, den wir als Mitglied der AGR feststellen konnten: „Die AGR ist doch eine Instanz aus dem JuZe. Ist nicht das auch das Ziel von Jugendarbeit? Junge Menschen, die aus dem Jugendzentrum heraus für etwas einstehen?  Des weiteren verstehe ich nicht, warum alle immer Stauffenbergs Rolle in der Wehrmacht aus der Stellungnahme zitieren/ anführen. Das ist nicht der einzige Grund. Dieser Mann war Antisemit und Antidemokrat. Straßenzüge nach solchen Menschen zu benennen kann nicht richtig sein. Die AGR stellt keineswegs in Frage, dass man Menschen des Widerstands gegen den NS ehrt – aber Ehre, wem Ehre gebührt.“
Wir ersparen uns hierzu jedweden Kommentar und empfehlen Ihnen, sich die gesamte E-Mail Korrespondenz in Ruhr durchzulesen (welche wir selbstverständlich, unter Einhaltung des Pressegesetzes veröffentlichen) und sich hierzu, Ihre eigene Meinung zu bilden.

(1) antisemit – judenfeindlich – http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit
(2) Antidemokrat – Gegner der Demokratie – http://www.duden.de/rechtschreibung/Antidemokrat

Vollständige E-Mail Korrespondenz – chronologisch geordnet!

Am 19.06.2012 23:07, schrieb (E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht):

Liebe Betreiber der Beelen-Online Plattform,

wer eine Seite unter dem Motto “von Bürgern für Bürger” betreibt sollte eigentlich gelernt haben, abweichende Meinungen zu akzeptieren und diese, getreu dem Motto, zu veröffentlichen. Einen Kommentar auf dem eigenen Facebook-Profil zu löschen ist einfach. Schwieriger wird es jedoch sachlich zu diskutieren und in den Dialog oder die Diskussion zu treten. Es ist einfach Tatsachen auszublenden (was in vielen der aktuellen Artikel passiert), um so die eigenen Argumente scheinbar zu stärken. Im Sinne der freien Meinungsäußerung lege ich ihnen ein wenig Objektivität und Offenheit ans Herz, um eine offene Diskussion zu ermöglichen und nicht nur eine Seite der Geschichte zu erzählen.

Mit freundlichen Grüßen,
ein Bürger…

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Betreff: Re: Artikel vom 19.06.2012

Sehr geehrter “Bürger”,

gerne veröffentlichen wir andere Meinungen, Artikel, Leserbriefe, etc – jedoch NICHT anonym. Wenn Sie etwas hierzu mitzuteilen haben, so verstecken Sie sich Bitte nicht hinter einem virtuellen Pseudonym, sondern äußern sich mit Ihrem Namen – oder haben Sie etwas zu verbergen? Selbstverständlich werden wir dann Ihren Kommentar gerne veröffentlichen!

Mit freundlichen Grüßen

Beelen-ONline.de
Michael Beforth

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Sehr geehrter “Redakteur”,

im Zuge der Informationspolitik der Firma Facebook verwende ich aus Gründen der eigenen Sicherheit meinen Namen nicht auf diesem Medium. Ob mein Name nun unter/ über dem Kommentar steht ist doch wohl Nicht essentiell. Wichtiger ist doch wohl mit Halbwahrheiten aufzuräumen, die dieser “Artikel” nunmal enthält. Es wird doch föllig ausgeblendet, vor welchen Hintergründen sich die zapatistische Bewegung in Mexiko gegründet hat. Aus Ihren letzten Artikeln lässt sich klar der Unmut über Fehlendes Interesse in Beelen erkennen. Wo ist denn Ihr Interesse daran, die Dinge auch mal voll und ganz auf den Punkt zu bringen?

Gruß,
Bürger…

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Datum: Wed, 20 Jun 2012 09:10:52 +0200

Von: “Beelen-ONline.de” <info@beelen-online.de>

An: “Name von der Redaktion unkenntlich gemacht”

Betreff: Re: Artikel vom 19.06.2012

Sehr geehrter Herr A.,

wenn Sie – aus welchen Gründen auch immer – sich nur ein Facebook-Pseudonym zulegen, so ist dies das Eine. Uns jedoch per Mail ebenfalls anonym anzuschreiben – läßt Rückschlüsse zu… Stehen Sie doch einfach mal zu Ihrer Meinung und schicken uns per Mail Ihren Kommentar, unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Anschrift “Strassenname von der Redaktion unkenntlich gemacht”, dann werden wir dies selbstverständlich veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Beelen-ONline.de
Michael Beforth

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Datum: Wed, 20 Jun 2012 10:37:53 +0200

Von: “Beelen-ONline.de” <info@beelen-online.de>

An: E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht

Betreff: Re: Artikel vom 19.06.2012

Hallo Herr A.,

wie Sie sicherlich gemerkt haben, veröffentlichen wir eigene Artikel und Beiträge, ausschliesslich mit dem Namen oder den Initialen des jeweiligen Verfassers. Wenn Ihnen unsere Beiträge nicht zusagen oder Sie der Meinung sind, dass sich hierin “Halbwahrheiten” verbergen, so steht es Ihnen, wie auch allen anderen Menschen frei, einen entsprechenden Kommentar und/oder Leserbrief (jedoch nicht anonym) zu verfassen und uns – zur Veröffentlichung – zuzusenden. Ich kann durchaus verstehen, dass Sie nicht sonderlich erbaut darüber sind, dass ich Ihnen nun die “anonyme Maske” abgenommen habe – aber “Das Örtliche” war hierzu absolut nicht notwendig. Ein kleiner Tip für die Zukunft: Wenn Sie sich unbedingt (warum auch immer) verstecken müssen – was allerdings drastische Rückschlüsse auf Sie zulässt, benutzen Sie einfach eine E-Mail Adresse, die Ihnen nicht zuzuordnen ist… (Internetadresse von der Redaktion unkenntlich gemacht). Von daher empfehle ich Ihnen, als zukunftsweisende Richtung, einfach Zu schweigen, wenn Sie nicht namentlich zu dem stehen, was Sie zu Äußern haben. Wie wir mit anonymen Mails umgehen, haben Sie nun gemerkt. Da ich davon ausgehe, dass Sie sich zukünftig ausschliesslich nur Noch bei uns melden werden, wenn Sie auch bereit sind, Ihren Namen zu nennen, habe ich bewusst – in der soeben eingefügten Zeile – über dem Artikel auf Beelen-ONline.de, darauf verzichtet, darauf hinzuweisen, dass es scheinbar auch ein Mitglied der A.G.R. nötig hat, sich nur anonym, kommentartechnisch, zu melden.

Mit freundlichen Grüßen

Beelen-ONline.de
MIchael Beforth

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Am 20.06.2012 10:11, schrieb E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht:

Herr Beforth,

schön, dass sie Google und dasoertliche für sich entdeckt haben aber ich bin nicht daran interessiert, mit meinem Namen einen Kommentar auf ihrer Plattform zu veröffentlichen, es könnte sich schlecht auf meinen Namen auswirken. Die Qualität der Beitrage ist das Manko, das ich Ihnen näher bringen möchte. Denken Sie noch einmal darüber nach, bitte. Die Menschen sind nunmal nicht an Halbwahrheiten interessiert.

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Am 20.06.2012 10:45, schrieb E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht:

Herr Beforth,

es ist mir nicht entgangen, dass meine Mail Adresse auf mich zurückverfolgbar ist (ihr Name allerdings auch – worauf man ja nicht weiter eingehen muss). Ich weiss nicht, welche Rückschlüsse sie da vermuten aber das ist ihnen ja natürlich auch freigestellt. Ich habe Ihnen meine Meinung nun kundgetan und hoffe, dass meine Kritik auf offene Ohren getroffen ist.

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Datum: Wed, 20 Jun 2012 11:11:09 +0200

Von: “Beelen-ONline.de” <info@beelen-online.de>

An: E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht

Betreff: Re: Artikel vom 19.06.2012

Hallo Herr A.,

so langsam fängt mich unser Gespräch an zu amüsieren. Sie bemängeln, dass wir “Halbwahrheiten” veröffentlichen würden. Sind Sie denn selber der Meinung, dass Ihr Kommentar von gestern auf facebook: „Halbwahrheiten auf Bildzeitungs-Niveau. Alles auszublenden, was für oder gegen etwas oder jemanden spricht, das zeichnet ein gutes Hetzblatt oder eine gute Hetz-Homepage aus. Dann auch noch diese äußerst brillianten Rückschlüsse auf vorangegangene “Diskussionen” (Beelen Online ist ja eher ein Monolog als Diskussion oder Dialog), zeigt den unschätzbaren Wert dieses Pamphlets – oder auch nicht.“ dazu beiträgt, die von Ihnen benannten “Halbwahrheiten” des benannten Artikels, in die “volle Wahrheit” umzuwandeln?? Äußern Sie sich doch einmal sachlich. Worin genau liegen denn die “Halbwahrheiten” des Artikels. Was fehlt Ihrer Meinung nach in dem Artikel oder ist falsch dargestellt? Eine solche Antwort von Ihnen wäre doch einmal konstruktiv.
Mit freundlichen Grüßen

Beelen-ONline.de
Michael Beforth

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Am 20.06.2012 11:30, schrieb E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht:

Nunja Herr Beforth, wo soll ich anfangen? Zum einen werden Hintergründe über die Zapatisten-Bewegung völlig ausgeblendet. Zum Beispiel, dass sich eine Vielzahl von Menschen gegen eine korrupte und gewaltbereite mexikanische Regierung zur Wehr setzt, die mit militärischer Waffengewalt nicht nur ein Mal versucht hat die Bewegung zu unterdrücken. Sie blenden vollkommen die Grundsätze der Zapatisten aus, wie Basisdemokratie, Autonomie und Selbstbestimmung. Die AGR hat übrigens schon einmal einen Infoabend zu diesem Thema gemacht, sogar, als Sie noch in Beelen wohnten, Herr Beforth. Da scheint Sie das Thema ja noch nicht so interessiert zu haben. Daraus einen Rückschluss zu erstellen, dass das Bildungsprogramm des JuZe “links” – was auch immer das dann sein mag – ist, ist doch ein wenig vorschnell geurteilt, oder? Des weiteren wird bemängelt, dass sich der Jugendtreff nicht in der Diskussion um die Platz-Umbenennung zu Wort gemeldet hat. Die AGR ist doch eine Instanz aus dem JuZe. Ist nicht das auch das Ziel von Jugendarbeit? Junge Menschen, die aus dem Jugendzentrum heraus für etwas einstehen? Außerdem sehe ich es sehr kritisch, die AGR in vorangegangenen Artikeln, als fachlich nicht kompetente Initiative darzustellen. Dies geschieht zwar nicht explizit aber doch sehr gut verständlich. Abschließend erscheint mir das Gesamtbild der Artikel sehr widersprüchlich. Zum einen wird gesagt, man könne auf die politische Einstellung derer schließen, die sich gegen Stauffenberg ausgesprochen haben (ich muss Ihnen ja wohl nicht sagen, was man daraus deutlich interpretieren kann). Zum anderen ist aber die Bildungsarbeit im Jugendtreff “links”. Das erscheint mir doch ein wenig paradox. Unser Gespräch amüsiert mich ganz und gar nicht, weil es hier um Selbstverständlichkeiten in einem seriösen Journalismus geht, der offensichtlich nicht von Ihrer Seite aus betrieben wird. Nun warte ich auf einen konstruktiven Part von Ihnen, Herr Beforth – das wäre doch mal was.

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Datum: Wed, 20 Jun 2012 15:01:03 +0200

Von: “Beelen-ONline.de” <info@beelen-online.de>

An: E-Mail Adresse von der Readktion unkenntlich gemacht

Betreff: Re: Artikel vom 19.06.2012

Hallo Herr A.,

Beelen-ONline.de hält, wie Sie dem Artikel entnehmen können, die Beschäftigung des Jugendtreffs, mit der Zapatistischen Bewegung, für nicht anstößig und sicherlich im Rahmen der politischen Bildung im Jugendtreff für in Ordnung. Das die Zapatischische Bewegung und deren militärischer Arm die EZLN unter Subcomandante Marcos 1994 einen bewaffneten Aufstand in Mexiko angezettelt hat, ist eine Tatsache. Auch das die Zapatisten der EZLN sich gegen eine neoliberale Politik und für die Rechte der Indios in Mexiko einsetzen ist unbestritten, dieses jedoch auch unter zu Hilfennahme militärischer Gewalt. Die Rede von Marcos zur Haltung der EZLN zu Israel von 2009 lässt in den Ausführungen eine einseitige Verurteilung Israels zu den Gewaltausbrüchen im Gazastreifen erkennen. Wenn eine Gruppierung wie die EZLN ihre Wurzeln im marxistischen und maoistischen Gedankengut hat, dann ist diese Gruppierung in der politischen Gewichtung durchaus als LINKS anzusehen.
Es kann nicht sein, das auf der einen Seite sich intensiv mit der linken Zapatistischen Bewegung im Jugendtreff auseinandergesetzt wird und für deren Kaffee auf Plakaten geworben wird, wo eindeutig maskierte Anhänger mit Schlagwaffen zu erkennen sind und auf der anderen Seite, wenn es um Stellungnahmen zum deutschen Widerstand durch den Jugendtreff geht, eine Position vertreten wird, die in keiner demokratischen Partei mehrheitsfähig ist. *_

Wenn Sie, die AGR als Bestandteil des Jugendtreffs bezeichnen und in der Stellungnahme für die Gemeinde Beelen, Claus Graf Schenk von Stauffenberg, wegen seiner Mitgliedschaft in der Wehrmacht für eine Ehrung als nicht geeignet halten, dann ist dieses eine ganz klare politische Position die im krassen Widerspruch zu den Staatsorganen der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die Ehrung der Männer und Frauen des 20. Juli steht. Das Sie die Aussage von Beelen-Online, das, wer Von Stauffenberg für nicht ehrfähig hält auf dessen politische Grundhaltung zu schließen sei, möglicherweise dahin interpretieren, dass auf eine rechtsextreme Gesinnung geschlossen werden kann, macht sich Beelen-ONline.de, nicht zu eigen. Wenn Sie auf der einen Seite im Jugendtreff die Zapatistische Bewegung unterstützen, die wie der Verfassungsschutz sagt, sowohl intellektuell als auch bewaffnet ist und auf der anderen Seite Personen des Widerstandes in Frage stellen, für dessen Ehrung in den Flaggenerlässen der Bundesländer in den Kommunen Hisspflicht besteht. Wenn Sie Von Stauffenberg als nicht ehrbar ansehen, der jedoch von den höchsten Vertretern der Bundesrepublik Deutschland am 20.Juli geehrt wird, dann kommt hier eine politische Richtung zum tragen, die einseitig und unausgewogen ist. Von Stauffenberg lehnen Sie ab, weil er Mitglied in der Wehrmacht war, die Kämpfer der EZLN, werden  von Ihnen als Freiheitskämpfer hofiert. Dieses passt nicht zusammen und kommt der Verpflichtung zur Ausgewogenheit im Bereich der politischen Bildung in öffentlichen Einrichtungen nicht nach. Wie wäre es wenn Sie sich auf der Homepage des Jugendtreffs äußern würden? Beelen-ONline.de wird dann darauf hinweisen und einen Link setzen. Es steht Ihnen auch frei, auf Beelen-ONline.de zu publizieren, jedoch nicht Anonym. Wäre das ein Vorschlag den Diskurs zu führen? Als bemerkenswert erstaunlich sehe ich jedoch auch an, dass die von uns benannte Fotoaufnahme auf den Seiten des Jugendtreffs – oh Wunder – entfernt wurde… Vielleicht wollen Sie dies auch einmal erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Beforth

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Am 20.06.2012 15:27, schrieb E-Mail Adresse von der Redaktion unkenntlich gemacht:

Vorab, zu dem Foto kann ich mich nicht äußern, da ich kein Mitarbeiter im Beelener Jugnedzentrum bin. Nun, es mag sein, dass man bewaffneten Widerstand verurteilen kann, die AGR hat sich jedoch ausführlih mit den Zapatisten beschäftigt. Tatsache ist jedoch auch, dass die EZLN sich gegen ein korruptes System zur Wehr setzt, das selbst mit waffengewalt versucht hat die Reformer/ Revolutionäre zu unterjochen. Vom Marximus/ Maoismus sind diese Menschen aber offensichtlich weit entfernt. Dies erklärt jedoch immernoch nicht, wieso die Tatsachen, die für eine Unterstützung dieser Menschen sprechen, auf Ihrer Plattform nicht genannt werden und vor allem nicht, wieso die Grundsätze bei den Zapatisten völlig ausgeblendet werden. Des weiteren verstehe ich nicht, warum alle immer Stauffenbergs Rolle in der Wehrmacht aus der Stellungnahme zitieren/ anführen. Das ist nicht der einzige Grund. Dieser Mann war Antisemit und Antidemokrat. Straßenzüge nach solchen Menschen zu benennen kann nicht richtig sein. Die AGR stellt keineswegs in Frage, dass man Menschen des Widerstands gegen den NS ehrt – aber Ehre, wem Ehre gebührt. Wenn es Ihnen schon einmal aufgefallen ist: Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Da muss man nicht 100% mit den Meinungen von Parteien oder Staatsorganen einverstanden sein. Wäre das so, würde ich mir mehr Gedanken machen, in was für einem Staat wir leben. Sie brauchen sich ihr Wortspiele nicht zu eigen machen aber ich denke, dass ich die Aussage mehrheitsgetreu interpretiert habe. Ich denke, dass gerade der Vorschlag andere Menschen aus dem kleinen Widerstand (wie mit unserer Ausstellung empfohlen)zu ehren nicht einseitig ist sondern gerade die jahrelangen Bemühungen der AGR in Beelen zeigt, ein großes Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen (Sie oder ihren Mitbetreiber habe ich jedoch bei keinem unserer offenen Kaffees gesehen). Ich kann ihr Anliegen natürlich einmal im Jugendtreff vorstellen…

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Hallo Herr A.,

vorab – mich würde doch sehr interessieren warum und auf wessen Intuition hin, das benannte Foto nun so „spontan“ auf den Seiten des Jugendtreffs gelöscht worden ist. Vielleicht mögen Sie dies mal recherchieren und mir das mitteilen, da Sie ja eine „Gruppierung“ des Jugendtreffs sind… Das „Von Stauffenberg“ ein Antisemit und ein Antidemokrat gesessen sei, ist Ihre legitime Meinung. Sie müssen aber zur Kenntnis nehmen, das diese Meinung in den demokratischen Parteien nicht mehrheitsfähig ist. Das die Zapatisten und deren militärischer Arm Israel unterstellen bewusst auf Frauen und Kindern zu schießen und deren Häuser als militärische Ziele anzusehen wie in der Rede von Subcomandante Marcos vom 4. Jan. 2009 auf der Internetseite www.antifa.de zu lesen ist, ist auch sehr einseitig. Ich will zweifellos anerkennen, dass die Zapatisten sich gegen Unterdrückung wenden, allerdings auch mit Gewalt, die auch unschuldige Opfer zur Folge hat. Sie können nicht Von Stauffenberg als Anitsemit bezeichnen und gleichzeitig die Verunglimpfung des Staates Israel durch die Zapatistische Bewegung zulassen. Wenn Sie Herrn Neukötter beispielsweise damit sagen wollen, das er mit Von Stauffenberg einen Antisemiten zur Ehrung in Beelen vorgeschlagen hat, so ist dieses eine Meinung die Sie vertreten können, jedoch von unseren Institutionen abgelehnt wird. Würde beispielsweise Herr Neukötter, der im öffentlichen Dienst tätig ist, die von Ihnen vertretenen Thesen über Von Stauffenberg und die Sympathiebekundungen zur Zapatistischen Bewegung als Seine publik machen, dann müsste er zurecht, weil an seiner demokratischen Gesinnung gezweifelt würde, mit dienstlichen Konsequenzen rechnen müssen. Da ist es dann doch mal erlaubt, Ihre oder die politischen Ansichten der AGR/Jugendtreff Beelen zu beleuchten. Wie gesagt: Sie können gerne Ihre Ansichten auf Beelen-Online.de veröffentlichen, dann aber genau wie Beelen-Online.de unter der Nennung von Roß und Reiter. Für Ihre „Einladung“ zum offenen Kaffee danke ich Ihnen sehr, bitte jedoch um Verständnis, dass die Teilnahme für mich aus Gründen der Zeit und  Entfernung (rund 120km nach Beelen) dazu meine berufliche Arbeit, solche Kaffeekränzchen, nicht gestatten. Ich bin mir jedoch sicher, dass wenn Sie meinen Kollegen, Herrn Neukötter,  zur politischen Diskussion einladen, dieser dann gerne teilnehmen wird. Schreiben Sie ihn doch bitte mal per Mail an unter: neukoetter@beelen-online.de. Damit Herr Neukötter passend informiert ist, übersende ich ihm diese Mail ebenfalls.

Mit freundlichen Grüßen
Beelen-Online.de
Michael Beforth

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Seit dem 20.6.2012 haben wir von Herrn A. keine Mail mehr bekommen….</info@beelen-online.de></info@beelen-online.de></info@beelen-online.de></info@beelen-online.de>