HOHN & SPOTT auf Gemeindegrund

Beelen. (Be.) Weit weit kann Beelen noch sinken, zumindest wenn es um die Diskussion geht wie man den Widerstand gegen die Nazibarbarei würdigen kann. Gab es vor einigen Tagen eine heftige Diskussion um Claus Graf Schenk von Stauffenberg, wo die Ehrfähigkeit von Claus Graf Schenk Von Stauffenberg in Zweifel gezogen wurde und bei der sich einige Kommunalpolitiker ins politische Aus schossen idem sie die die Stellungsnahme der AgR (Aktiv gegen Rassismus) mit als fachliche Begründung nahmen um den Lehrerparkplatz nicht in Von Stauffenbergplatz zu benennen, so wird jetzt diese Diskussion mit Hohn und Spott überschüttet. Scheinbar hat es sich der Jugendtreff der selber keine Stellungnahme seinerzeit abgab und auf die AgR verwies, nun anders überlegt. Anstatt sich qualifiziert mit dem Widerstand des 20 Juli zu befassen, kommen nun vermeintliche “geistige Ergüsse” zum Vorschein die nichts anders bewirken sollen, als die Ehre der mutigen Männern und Frauen des 20.Juli ins lächerliche zu ziehen. So prangert nun ein Schild auf dem Grund des Jugendtreffs dessen Träger die Gemeinde Beelen ist, auf welchem nun der interplanetare Weltraumparkplatz beworben wird. Ob hierbei die verantwortlichen Raumschiff-Enterprise-Fans, den Hang zur Realität nun vollkommen verloren haben oder sich ihr eigenes Traumschiff bauen wollen, ist unklar. Klar scheint jedoch zu sein, das sich diese Zeitgenossen nicht einmal in Grundzügen über den Widerstand des 20. Juli informiert haben, sonst würden Sie aus Erfurcht vor Von Stauffenberg nicht solche Aktionen starten. Das am 20. Juli auch in Beelen zu Ehren Von Stauffenberg und seiner Mitstreiter geflaggt wird, sollte doch bekannt sein. Tatsache ist, dass neben Hohn & Spott, das Schild einen Widerspruch in sich hat….. Hier entsteht in Kürze … Voraussichtliche Vollendung 2200. Das auf diesem Schild auch noch der Name Tiberius zu lesen ist, wahrscheinlich ist der Römische Kaiser Tiberius gemeint, der in die Geschichte durch seine so genannten Majestätsprozesse wegen Majestätsbeleidigung mit zahlreichen Hinrichtungen eingegangen ist, zeugt von weiteren mangelhaften Geschichtskenntnissen oder bewusster Provokation. Das unter Tiberius Pontius Pilatus Stadthalter war, sei nur am Rande erwähnt.

Klar scheint jedoch, dass dieses, wenn man die Diskussion über Von Stauffenberg im Hintergrund hat, provokante Schild, scheinbar mit der Genehmigung der Gemeinde Beelen auf kommunalen Boden am Jugendtreff aufgestellt worden ist.
Es wäre daher den Ratsmitgliedern auch mal dringend angeraten sich das pädagogische Konzept des Jugendtreffs anzuschauen und in Sachen Geschichte des 20. Juli nachzubessern.
Durch jede Aktion, deren Ziel es ist die Widerstandskämpfer des 20. Juli zu diskreditieren oder deren Ehrwürdigung herabzusetzen, wird auch der Gemeinde Beelen Schaden zugefügt. Es ist auch an der Bürgermeisterin hier klar Farbe zu bekennen und alles zu tun, damit geschichtlicher Ignoranz in Beelen Einhalt geboten wird und den Männern und Frauen des 20.Juli auch in Beelen die Ehre zusteht die Ihnen gebührt.
Diese Aktion am Jugendtreff ist der Beweis dafür, dass hier versucht wird aus welcher ideologischen Ecke auch immer den deutschen Widerstand gegen das Naziregime in Misskredit zu bringen. Ein klares Armutszeugnis für alle Beteiligten.
Beelen-Online sieht sich daher in guter Gesellschaft mit dem Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin, den Soldaten der Bundeswehr und der Mehrheit der Deutschen die den Männern und Frauen des 20.Juli 1944 höchsten Respekt entgegenbringen.