Sündenbock der Finanzkrise gefunden?

Beelen (Be.) War Beelens Gewerbesteuereinbruch vorhersehbar? Hat man mit 3,8 Millionen Euro zu hoch kalkuliert und nach den Sternen gegriffen? Wer trägt die Schuld an den nun bevorstehenden Kürzungen?

Finanziell ist Beelen weitgehend handlungsunfähig.

Wie unsere Redaktion aus Insider-Kreisen erfahren hat, will die Beelener Mehrheitspartei möglicherweise Beelens Kämmerer, welcher die letzten Wochen aufgrund einer Erkrankung nicht im Rathaus war, die Schuld geben.
Genau dabei könnte man die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Als Kämmerer und Personalchef des Rathauses sprang er schon so manches Mal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nebst Bürgermeisterin Kammann in die Bresche.
Andere Lokalpolitiker liessen stattdessen – hinter vorgehaltener Hand – verlauten, dass „das Rathaus“ in den vergangenen Wochen – ohne Beelens Kämmerer – einen sehr „kopflosen“ Eindruck machte.
Die Bevölkerung ist sich hingegen sicher: Hätte man die Kosten des Schulumbaus nicht aus dem Ruder laufen lassen, hätten ebenfalls rund 2 Millionen Euro eingespart werden können.

Lillteicher, der dafür bekannt ist, generell die Gewerbesteuerkalkulation bewusst sehr niedrig anzusetzen, erntete hierfür oft böse Blicke und musste sich immer wieder Fragen gefallen lassen, ob man nicht die Kalkulation erhöhen könne.
Seit Bekanntwerden des diesjährigen Gewerbesteuereinbruchs gilt als sicher, dass nun Tacheles gesprochen wird!

Beelens Kämmerer, der ab morgen wieder seinen Dienst im Rathaus aufnehmen wird, wird auch an den bevorstehenden ausserordentlichen Sitzungen teilnehmen.
Ob dieser, die bisherige Sparliste zuvor nochmals überarbeiten wird, muss abgewartet werden.