Von-Galen-Schule Beelen! Ausführendem Dachsanierungsunternehmen war Asbestbestand nicht bekannt gegeben worden!

Von-Galen-Schule Beelen! Ausführendem Dachsanierungsunternehmen war Asbestbestand nicht bekannt gegeben worden!

Beelen (Be.) „Wir haben an einer Ausschreibung in Beelen teilgenommen“, erklärte uns der Ennigerloher Unternehmer gestern auf telefonische Anfrage. Die Altlast „Asbest“ war dem Dachdeckerunternehmen zuvor nicht bekannt gegeben worden, soll auch nicht in der Ausschreibung aufgeführt gewesen sein.

Die Mitarbeiter des Unternehmens demontierten die Zementfaserplatten in Handwerkerkluft, mit entsprechenden Atemschutzmasken, jedoch nicht in Schutzanzügen. Eine Tatsache, die für Bürgerinnen und Bürger ersichtlich war, als die Dachsanierungsarbeiten begonnen. Die Zementfaserplatten, welche mechanisch auf montierten Holzlatten entfernt werden mussten,  wurden offensichtlich einem orange-farbenen Container eines Beelener Containerdienstes zugeführt. Dies konnten sowohl angrenzende Anwohner, wie auch unsere Redaktion, dokumentarisch festhalten. Teile der mitunter auch beschädigten Zementfaserplatten befanden sich zudem auch vor und neben dem Container wovon unsere Redaktion Proben zur Laboranalyse nahm (Beelen-ONline.de berichtete).

Das beauftragte zertifizierte Fachlabor bestätigte, dass die Proben Chrysotil-Asbest enthalten.

Asbest muss in gesonderten Folien-Säcken, Platten-Bags oder Big-Bags „sehr speziell“ entsorgt werden. Die Platten-Bags kosten etwa 10 bis 15 Euro je Stück, sie bieten genügend Platz für unzerstörte Asbestplatten. Dies ist wichtig, da asbesthaltiges Material möglichst nicht zerbrochen oder zerschnitten werden sollte, damit der gefährliche Feinstaub nicht in die Luft gelangt. Wird es ohne spezielle Vorsichtsmaßnahmen entfernt, verteilen sich unsichtbare Fasern überall und entfalten in der Lunge ihre krebserregende Wirkung. Die Folgen zeigen sich normalerweise erst nach vielen Jahren, wenn eine Asbestose ausbricht, die die Lunge zerstört, oder Krebs entstanden ist.

Die reinen Entsorgungskosten belaufen sich auf zwischen 100 und 300 Euro pro Tonne, je nach Region.

Asbestabfälle gelten als gefährliche Abfälle und unterliegen dem abfallrechtlichen Nachweisverfahren. Der Transport zur Deponie muss so erfolgen, dass keine Fasern freigesetzt werden.

Über die Asbestentsorgung dieser Sanierungsmaßnahme, ist derzeit „noch“ nichts bekannt.