B64 Beelen

Ortsumgehung Beelen: Landesregierung macht Tempo

Beelen (Ne.) In Sachen B64n drückt die CDU geführte Landesregierung aufs Tempo. So wird die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Variantenprüfung für die Ortsumgehungen Warendorf und Herzebrock-Clarholz bereits im ersten Halbjahr 2018 über die Bühne gehen. Für die Ortumgehung Beelen werden die entsprechenden Prüfungen im zweiten Halbjahr 2018 beginnen. Dadurch soll möglichst zügig im weiteren Planungsverfahren ein Baurecht für die Ortsumgehungen erreicht werden. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hat bereits, im Gegensatz zur Gemeinde Beelen, einen sogenannten Ersatzwegeplan erstellt, der bei den Prüfungen zur Umweltverträglichkeit und bei der Variantenbestimmung mit berücksichtigt wird.


Der Kommentar von unserem Redaktionsmitglied Thomas Neukötter
Landesverkehrsminister Wüst drückt aufs Tempo. Auch in Sachen B64n scheint die Zeit des ständigen Palavers in Düsseldorf vorbei zu sein. Eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Oberzentren Münster und Bielefeld, die schon lange von der heimischen Wirtschaft gefordert wird, ist durch den Regierungswechsel in Düsseldorf in die Reichweite der Realisierung gelangt. Dass der Beelener Gemeinderat die Baupläne zur B64n in Bausch und Bogen per Ratsbeschluss abgelehnt habt, ohne eine konkrete Alternative aufzuzeigen, wird sich noch bitter rächen. Die vom Rat aufgestellte Forderung nach einer kleineren Umgehungstraße ist das werfen von Nebelkerzen. Eine Bundesstraße ist nun mal eine Bundesstraße, die nicht nach dem Standard einer Kreisstraße gebaut werden kann. An statt aus den vorgelegten Planungen zur B64n das Optimum für die Gemeinde und den betroffenen Bürgern in Sachen Lärmschutz und Umweltschutz herauszuholen, nur reine Verbalablehnungen der vorgelegten Planungen. Wenn der Fraktionsvorsitzende der SPD im Beelener Rat von einem gallischen Dorf Beelen spricht, welches sich tapfer gegen den Bau der B64n stellt, dann dient dieses der Lösung, der für jeden Pendler erkennbaren Verkehrsproblematik in der Beelener Ortsdurchfahrt in keinster Weise. Frösche zu schützen, den Menschen aber weiterhin den Gesundheitsgefahren durch Abgase und Lärm auszusetzen, ist ein Ausdruck dafür, dass es SPD, FWG und Grüne scheinbar nur um partikulare Interessen geht. Weder SPD, Grüne oder FWG sind allerdings Entscheidungsträger in Sachen  B64n. Diese Parteien sind bei der letzten Landtagswahl abgewählt oder nicht in den Landtag gewählt worden. Die Entscheidung für den Bau der B64n wird in Düsseldorf gefällt, ob mit konstruktiver Beteiligung der Beelener Kommunalpolitik oder ohne, ist der Landesregierung letztendlich egal.