Wie begann Beelen-ONline.de?

Beelen (Be.) Immer wieder werden wir gefragt, wie bzw. weshalb „Beelen-ONline.de“ entstanden ist.

Für alle Bürgerinnen und Bürger, vielleicht auch neu Hinzugezogene, haben wir dies noch einmal zusammen gefasst.

Es begann kurz nach der Inbetriebnahme des Grundschulanbaus. Schnell entpuppte sich, dass die hierin untergebrachten Kinder über Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und/oder Schwindel klagten. Ein Phänomen, was sich zuerst niemand erklären konnte, schließlich war der Anbau nagelneu.

Nachdem auch in den Räumen Klassenpflegschaften stattfanden und man diese Räume schnell zu Beelens stickigster Sauna erklärte, auch die Eltern, trotz geöffneter Fenster, über Luftprobleme klagten, kam Bewegung ins Spiel.

Bewegung, die jedoch – durch massive Beharrlichkeit von Beelen-ONline.de – leider nur zu Teilerfolgen führte. Man konnte offensichtlich nicht zulassen, dass es irgendein Manko am Schulanbau, unter dem seinerzeit FWG-geführten Beelen, gab.

In den Herbstferien 2010 platzte, nach diversen Kontakten mit dem Beelener Rathaus,  den Eltern Neukötter und Beforth endgültig der Kragen. Hatte man sich bislang mit irgendwelchen Aussagen und/oder Versprechen aus dem Rathaus hinhalten lassen, war nun die Zeit zum Handeln gekommen.

Mit der plakativen Frage auf den T-Shirts „Wie lange müssen die Schülerinnen und Schüler noch im Mief sitzen?“, wurden nach den Ferien vor der Grundschule Flyer bzgl. der Thematik verteilt. Am gleichen Tag ging die Homepage von Beelen-ONline.de ans Netz.897

Nun wurde für Rat und Gemeinde bildlich gesprochen – die Luft dünn -, denn man konnte dieses Thema nicht mehr einfach unter den Tisch kehren. Beelen-ONline.de erhielt immer mehr Aufmerksamkeit und auch andere Eltern machten sich Gedanken.

Um Gegenzulenken veranstaltete die Gemeinde Informations- und Diskussionsabende, um wenigstens den Versuch zu starten, die Eltern zu beruhigen.

Mitte 2011 hatte man offensichtlich einen „Fachmann“ gefunden, der der  Gemeindeverwaltung genau das ausstellte, was man „benötigte“. Dipl-Ing. Ludger Hohenberger, Vertreter der Unfallkasse NRW, erklärte”…dass die Fensterlüftung oberste Priorität habe. Aber eben mit der scheine es an der Beelener Grundschule nicht so recht zu klappen.”

Eine lokale Tageszeitung sprang direkt auf den Zug und berichtete: “Fenster auf, dann klappt’s auch mit der Raumluft”

Lehrerschaft und Schulleiter waren über diese Äusserung stinksauer.

Eine CO2-Ampel wurde angeschafft  und maß wechselweise in den Klassenräumen die Raumluft. Die Messergebnisse speicherte das Gerät für eine spätere Auswertung.
„Der Schulunterricht wird phasenweise sehr durch das Lüften, unter Berücksichtigung der Ampelangaben, bestimmt.“, erklärte Schulleiter Martin Heinrichs.
Aus der Lehrerschaft erfuhr Beelen-ONline.de, dass mit diesem Gerät der Regelunterricht nicht mehr möglich sei, da die Messwerte so extrem waren, dass die Technik schon nach nur 10 Minuten Unterricht, lauten Alarm auslöste. Das Lüften mittels der Fenster brachte nur kurzfristig Ruhe in den Klassenraum, dann ging wieder der Alarm los – und dies nicht, weil am Gerät ein Defekt vorgelegen hätte.

Das von der Gemeinde Beelen erstellte Lüftungskonzept brachte KEINEN Erfolg!

„Fachmann“ Hohenberger hielt Eingangsmesswerte vor Unterrichtsbeginn von 800 bis 1000 ppm bereits für bedenklich, die gemessenen „Außen-ppm-Werte“ lagen nur um die 400ppm.

Auch dem letzten „Fachmann“ musste nun einleuchten, dass etwas mit dem Gebäude NICHT stimmen konnte (und bis heute nicht stimmt)!

Hätte nun die Gemeindeverwaltung eingelenkt und eine benötigte Lüftungsanlage, wie auch von einem renommierten Ing-Büro aus Oelde empfohlen, eingebaut, wäre alles wieder OK gewesen und Beelen-ONline.de der Nährboden entzogen worden.

Aber genau dies passierte nicht! Man entschied sich offensichtlich dafür „Das sitzen wir aus!“
In diesen Klassenräumen werden NOCH IMMER Grundschulkinder unterrichtet!

Auch die Bevölkerung sah – zugegeben gespalten – die Hartnäckigkeit unserer Redaktion und spielte uns immer weitere Informationen zu anderen Themen zu, über welche man eine Berichterstattung wünschte.

So wuchs Beelen-ONline.de bis zum heutigen Tag und ist mittlerweile als Medium fest in Beelen etabliert. Nach einer mal „gespaltenen“ Bevölkerung klopfen uns immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf die Schulter und erklären, dass unser Portal, nach dem damaligen Wegzug eines Tageszeitungsjournalisten – der insbesondere für seine kritische Berichterstattung bekannt war – absolut gefehlt hat.

Immer wieder werden wir von diversen Bürgerinnen und Bürgern schmunzelt mit der Aussage konfrontiert…. Wenn Bürgermeisterin und Rat schon 2010 erkannt hätten, was durch die  Berichterstattung von Beelen-ONline.de „bewegt“ wird, hätte man nicht nur nur den Weg für die benötigte Lüftungsanlage freigemacht, sondern den vollautomatischen Rolls-Royce unter den Klimaanlagen, in alle Klassenräume einbauen lassen.