Weitere Kostensteigerung beim Umbau des Hauptschulgebäudes

Beelen (Ne.) Die notwendige Dachsanierung im Bereich der Dachanschlüsse am Hauptschulgebäude wird teuer werden (Beelen-ONline.de berichtete bereits am 7. Juli 2014 – Bericht).

Wie uns aus gut unterrichteten Kreisen mitgeteilt wurde, wird bei der Sanierung der Dachanschlüsse auch im Bereich der als Wetterschutz angebrachten Zementfaserplatten gearbeitet werden müssen.

Und genau diese Platten haben es in sich.

Da die Platten 1982/1983 am Hauptschulgebäude verbaut worden sind, ist es nach unseren Recherchen höchstwahrscheinlich, dass diese Platten Asbest enthalten. Zum damaligen Zeitpunkt enthielten die Flachbauzementfaserplattenplatten aller bekannten Hersteller durchgängig noch Asbest. Erst 1993 trat das  Asbestverbot in Deutschland in Kraft.

Dass für die Sanierung der Dachanschlüsse nun wieder Geld in die Hand genommen werden muss, wurde auch von der Gemeinde Beelen gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

Dabei waren die Durchfeuchtungsschäden an der Fassade der ehemaligen Hauptschule bekannt, wie in den Fotoaufnahmen unseres Berichts vom Sommer 2014 deutlich zu sehen ist.

Weil aber die Bürgermeisterin und die Mehrheit des Rates “glaubten” mit ursprünglich geplanten 900 000 Euro eine Ertüchtigung des ehemaligen Hauptschulgebäudes für Grundschulzwecke erreichen zu können, wurde möglicherweise bei der Bestandsaufnahme wohl nicht so genau hingesehen, was nun zur Folge hat, dass der Umbau der ehemaligen Hauptschule zum Millionengrab wird.

Die Beratung in nichtöffentlicher Sitzung des Rates, zeigt die Brisanz dieser Angelegenheit.

Bei Arbeiten mit asbesthaltigem Material ist die TRGS 519 einzuhalten. Diese Schutzmaßnahmen bedeuten natürlich auch erhebliche Mehrkosten für die Sanierungsarbeiten.

Hinter den Kulissen wird bereits über eine erneute Verschiebung des Eröffnungstermins diskutiert. Der Umzug in den Osterferien steht damit möglicherweise auf der Kippe.