Gemeinde Beelen lässt Souveränität vermissen!

Zwischenruf von unserem Chefredakteur Michael Beforth
Bürgerinnen und Bürger wollen „eigentlich“ schnelles Internet!
Der zu zahlende – effektive – Preis wäre ein Stückweit zu ermitteln gewesen, wenn man objektiv über den Tellerrand herausgeschaut hätte. Vielleicht hat man dies ja auch getan und ist zu der Überzeugung gekommen, dass in Beelen alles besser laufen würde?

Nun wird der Scherbenhaufen immer größer. Bürgerinnen und Bürger sowie Ratsmitglieder regen sich über die katastrophale Bauausführung auf, fast die Hälfte der Verwaltungsmitarbeiter sind bereits eingebunden und müssen andere Aufgaben vernachlässigen oder verschieben, mögliche Sanktionen werden angekündigt, passieren tut allerdings nichts Sichtbares!

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass Deutsche Glasfaser mit der Gemeindeverwaltung umspringen kann, wie es dem Unternehmen beliebt. In Gesprächen wird mit dem „presse-liken“  Marketinggrinsen nach dem schon üblichen Statement – „Ja, wir haben Fehler gemacht“ – Besserung versprochen, stattdessen wird es noch schlimmer.

Da sich Beelen offensichtlich immer mehr zu einer maroden Hügellandschaft auf Strassen und Bordsteinen entwickelt, werden die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahren den hohen Preis für Sanierungsarbeiten an genau diesen zu zahlen haben. Sollten Sie sich derzeit darüber ärgern, dass Arbeit im Rathaus liegenbleibt oder verschoben wird, sollte nun klar sein – auch das ist der Preis für das versprochene „schnelle“ Internet im Dörflein.

NOCH ist nicht alles zu spät!
NOCH könnte die Gemeinde Beelen tatsächlich Punkten und auch ein Stückweit die Glaubwürdigkeit wahren.

1. Verhängen Sie umgehend einen Baustopp für weitere „Buddelarbeiten“, bis die bisherigen Baustellen einwandfrei wieder hergestellt wurden. Hierzu gehört auch das neue Einbringen (nach DIN-Norm) von Asphalt auf Strassen.
Benötigen Sie Hilfe? Lassen Sie sich in Ostbevern schulen, wo der stümperhaft eingebrachte Asphalt  nun schon zum wiederholten Mal erneuert wird.
2. Verpflichten Sie Deutsche Glasfaser, bis zur Wiederaufnahme neuer Arbeiten, einen Sicherheitsbetrag von mindestens 100.000 Euro auf einem Treuhandkonto zu hinterlegen, welcher für nicht ordnungsgemäß ausgeführte Arbeiten in Anspruch genommen werden kann.
3. Teilen Sie Deutsche Glasfaser mit, dass nun die letzte „gelbe Karte“ verteilt wurde. Im Falle weiterer stümperhafter Arbeit und/oder nicht oder nur unzureichend abgesicherter Baustellen, wird die „Buddelkonzession“ vollständig entzogen und das Projekt von Deutsche Glasfaser gilt in Beelen als gescheitert.

Berichte zum Thema Glasfaser Ostbevern:
http://www.ostbevern.de/hauptmenue/buerger/aktuelles/submenu0202/news-details/article/deutsche-glasfaser-raeumt-fehler-ein/

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ostbevern/2896988-Am-Ende-sah-es-ganz-gut-aus-Nicht-nur-Leitungsprobleme